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betreffende Kasse verwaltete Studienrat Lau. Die Sammlung der Anschauungsmittel wurde gleichfalls durch Schüler verwaltet. Ein Nachmittag der Woche blieb aufgabenfrei. Die monatlichen Wanderungen führten die Schüler ins Freie zu näheren und weiteren Zielen, eine 6 ½ wöchige Studienfahrt brachte die Schüler der OI-O III unter Führung von dem Direktor und 8 Studienräten und Oberschullehrer Kneip nach Aussee in der Steiermark. Der Unter- richt wurde bis auf Physik in OQl, Oll und UIl vollständig aufrecht erhalten. Auf der Heimfahrt vom 24. 9. an wurden Salzburg und München besucht. Die Studienfahrt erforderte für den Kopf einen Verbrauch von 84 RM. Der sparsamste Schüler kam mit 10.— RM. Nebenkosten aus. Die Frage des Schularztes wurde dadurch geregelt, daß Herr Geh. Medi- zinalrat Dr. Rockwitz weiterhin den Gesundheitsdienst in der Schule übernahm. Die Milch- versorgung, auch unter Schüleraufsicht(¼ l täglich zum Wochenpreis von 50 Pfg.) bewährte sich. Der Gesundheitsstand der Schüler in allem war gut. Eine kleine Gruppe von Schülern aus den Klassen O L-=VW setzte einen Kursus in Einheitskurzschrift fort. Die große Abend- unterhaltung des Turn- und Rudervereins am F.-G. am 29. 11. 27 nahm infolge zahlreicher Beteiligung unserer Freunde einen sehr schönen Verlauf. Reingewinn: 450 RM. für die Turn- u Ruderkasse.
i) Schulgeldsatz usw.
Das Schulgeld betrug 200 RM. im Jahr und wurde in Monatsraten von 16 und 17 RM. eingezogen, die verfügbaren Freistellen wurden völlig vergeben. Die Schulgeldfreien erhielten unentgeltlich Bücher aus der Unterstützungsbibliothek. Drei Erziehungsbeihilfen in Höhe von je 100 RM. konnten gegeben werden. Die Geschwisterermäßigung(25, 50 und 100%) verbrauchte von den für Elternhilfen angesetzten 20% des Schulgeldaufkommens über 12% und steigt seitdem, sodaß für Schulgeldbefreiung, Erziehungsbeihilfen und Unterstützungs- bücherei nur 8 und weniger Prozent übrig bleiben. Es wäre zu wünschen, daß begüterte Eltern zu Gunsten befreiungswürdiger Schüler auf die Geschwisterermäßigung verzichteten. Aus dieser Gedankenverbindung heraus hat der Herr Minister die Hergabe der Geschwister- ermäßigung von einem Antrag abhängig gemacht.
k) Berufsberatung.
In der Berufsberatung beschränkten wir uns auf Weitergabe der Anregungen und War- nungen durch die Behörde und auf private Beratung im Einzelfalle. Auf berufsberatende Vorträge wurden die Schüler der oberen Klassen hingewiesen.
IV. Elternbeirat etc.
Der Elternbeirat, gewählt am 13. 6. 1926, unterstützte den Direktor in Fragen der inneren und äußeren Schulangelegenheiten. Der Beirat setzt sich folgendermaßen zusammen:
Ordentliche Mitglieder: Herr Landgerichtsrat Dr. Faber, 1. Vorsitzender, Herr Buchdruckerei- besitzer Schaware, 2. Vorsitzender, Frau Jeschfre, Herr Pfarrer Stehfen, Frau v. Witæendorff, Herr Geh. Regierungsrat Freiherr v. Eschege.
Aubßerordentl. Mitglieder: Frau Pfarrer Scheele, Herr Reg.-Obersekretär Götting, Herr Büro- assistent Furst, Herr Reg.-Baurat Morin, Herr Dr. Vogt.
V. Verschiedenes.
a) Der bauliche Zustand der Gymnasialgebäude ist nach Aufwendung großer staatlicher Mittel ein befriedigender.
b) Lehr- und Lernmittel.
Anschaffungen für die Lehrerbücherei im Schuljahre 1927. 1. Aus staatlichen Mitteln.
Kern, Religion der Griechen I. Preller, Griechische Mythologie. Kroll, Wissenschaftliche Syntax im lateinischen Unterricht. Neue Wege zur Antike—V. Löffler, Die Weingartner


