Jahrgang 
1926
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h) Schülerselbstverwaltung usw.

Die Schülerselbstverwaltung mit Sprechern und Klassenordnern zeitigte gute Erfolge. An der Schule bluhten der Primaner-Gesangverein, der Turn- und Ruderverein, das Schülerorchester, eine fast die ganze Schülerzahl umfassende Gruppe des V. D. A., der Wandervogel E. V., im Winter auch der Deutsche Ski-Verband. Die Verwaltung der Hilfs- und Unterstützungsbücherei lag in den Händen hilfsbereiter Schüler, die betreffende Kasse verwaltete Studienrat Lau. Die Sammlung der Anschauungsmittel wurde gleichfalls durch Schüler verwaltet. Ein Nachmittag der Woche blieb aufgabenfrei. Die monatlichen Wanderungen führten die Schüler ins Freie zu näheren und weiteren Zielen. Die Frage des Schularztes wurde dadurch geregelt, daß Herr Medizinalassessor Dr. Gundelach den Gesundheitsdienst in der Schule übernahm. Leider wurde er zum 1. 4. 26 nach Duishurg versetzt. Die Milchversorgung, auch unter Schüleraufsicht,(¼ l täglich zum Wochen- preis von 50 Pfg.) bewährte sich. Der Gesundheitsstand der Schüler wurde gegen Jahresende durch eine weitverbreitete Grippe gestört, einen Schüler(Hans Götting UI) verloren wir durch den Tod. Die ganze Schule gab ihm am 15. 3. 26 das letzte Geleite. 12 Schüler der Anstalt befanden sich im Erholungsaufenthalt von 48 Wochen durch Vermittlung des Gesundheitsamtes Cassel in den verschiedensten Kurgegenden: Bad Orb, Heuberg, Ording an der Nordsee, Sylt und in der Schweiz.

i) Schulgeldsatz usw. Das Schulgeld betrug 120 RM. im Jahr und wurde in Monatsraten von 10 RM. eingezogen, die verfüg- baren Freistellen wurden völlig vergeben. Die Schulgeldfreien erhielten unentgeltlich Bücher aus der Unter- stützungsbibliothek. Erziehungsbeihilfen in Höhe von 50 200 RM. konnten in acht Fällen gegeben werden.

k) Berufsberatung.

In der Berufsberatung beschränkten wir uns auf Weitergabe der Anregungen und Warnungen durch die Behörde und auf private Beratung im Einzelfalle. Auf berufsberatende Vorträge wurden die Schüler der

oberen Klassen hingewiesen.

IV. Elternbeirat etc.

Der Elternbeirat, in seiner Zusammensetzung unverändert, unterstützte den Direktor in Fragen der inneren und äußeren Schulangelegenheiten.

V. Verschiedenes.

a) Der bauliche Zustand der Gymnasialgebäude

isb infolge des Mangels an Baumitteln im Kriege und in der Nachkriegszeit nicht gut, sowohl im Inneren wie im Aeußern. Es wird neben staatlichen Mitteln auch privater Opfer bedürfen, um einen Wiederherstellungs- plan durchzuführen, der die alte Schule mit Beobachtung moderner Hygiene in einen gemütvollen Bieder- meierbau zurückverwandelt. Gymnasialhoffront und Turnhalle wurden wiederhergestellt, elektrische Beleuch- tung wurde in der Anstalt eingebaut.

b) Lehr- und Lernmittel. 1. Auschaffungen für die Lehrerbücherei.

Delbrück, Geschichte der Kriegskunst III.

Deri, Einführang in die Kunst der Gegenwart.

Achelis, Christentum in den ersten drei Jahrhunderten.

Gundolf, Caesar.

Storck, Deutsche Literaturgeschichte.

Dibelius, England. 3

Linde, Die Fortbildung der lateinischen Schulgram- matik nach der sprachwissenschaftlichen Seite hin.

Delbrück, Geschichte der Kriegskunst IV.

Hamann, Griechische Tempel.

Gercke, Einleitung in die Altertumswissenschaft II.

Mau, Griechisches Vokabular.

Stürmer, Etymologisches Wörterbuch der lateinischen Sprache. b

Spies, Kultur und Sprache im neuen England.

Fehr, Englische Literaturgeschichte.

Küster, Erziehungsprobleme der Reifezeit.

Kaufmann, Rheinische Jahrtausendfeier.

Schulte, 1000 Jahre deutscher Geschichte am Rhein.

Hartke, Arbeitsunterricht in den alten Sprachen.

Richert, Richtlinien für die Lehrpläne, 2 Bände. (Weidmann).

Wels, Germanische Vorzeit.

Dornseiff, Pindar.