Jahrgang 
1913
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4. Die Richterſche Denkmünze, geſtiftet im Jahre 1847 von ehemaligen Schülern des erſten Rektors des Caſſelſchen Lyceums Karl Ludwig Richter( 1802) zur Verleihung an ſolche Abiturienten, die ſich durch Fleiß und Sittlichkeit während ihres geſamten Aufenthaltes in Prima bewährt haben(ſ. Jahresber. 1848 S. 79 ff.), wurde am 10. III. den Abiturienten Böttcher und Zergiebel verliehen.

5. Aus der Flügel⸗Stiftung(ſ. Jahresber. 1872 S. 18, Kapital 4702,10 M.) wurden im Laufe des verfloſſenen Schuljahres Bücher an etwa 80 Schüler ausgegeben. Geſchenkt wurden von den Herren Verlegern Ehlermann(Dresden) und Oldenbourg(Berlin) Schulbücher ihres Verlages.

6. Das Prinz Wilhelm⸗Stipendium, geſtiftet 1877 von Ihren Königlichen Hoheiten dem Kronprinzen Friedrich und der Frau Kronprinzeſſin Viktoria, zum Andenken an den Gymnaſialbeſuch Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm, jetzigen Deutſchen Kaiſers und Königs Wilhelms II. Majeſtät(ſ. Jahresber. 1877 S. 56, 1889 S. 71), erhielt der stud. phil. Ludwig Spohr, ſeit 1. I. der stud. phil. Artur Wagner.

7. Das Jubiläums⸗Beneficium(Kapital 4784,72 M., ſ. Jahresber. 1880 S. 23) wurde zu einer Hälfte dem Unterprimaner Weber, zur anderen dem Oberſekundaner Klöckner und dem Obertertianer Hooß verliehen.

8. Für das Dr. Ernſt Kornemannſche Stipendium(Kapital 24 826,71 M., ſ. Jahresber. 1880 S. 25, 1881 S. 68) war in dem abgelaufenen Schuljahre kein Bewerber vorhanden.

9. Das Stipendium der Lotzſchen Stiftung(Kapital 6000 M., ſ. Jahresber. 1880 S. 25, 1881 S. 68) iſt für 1912 nicht vergeben worden.

10. Die Zinſen der Dr. Friedrich Großſchen Stiftung(Kapital 3231,03 M., ſ. Jahresber. 1881 S. 13) wurden zur Hälfte ſtiſtungsmäßig dem Enkel des Stifters, dem Ober⸗ primaner Groß, zur andern Hälfte dem Obertertianer Lottig und dem Sextaner Paul verliehen.

11. Das Luther⸗Stipendium(Kapital 6352 M., ſ. Jahresber. 1884 S. 37) erhielt der stud. theol. Karl Ritter aus Niederzwehren.

12. Aus der Gideon Vogt⸗Stiftung(Kapital 6351,38 M., ſ. Jahresber. 1894 S. 14) wurden Stipendien für 1912 dem Obertertianer Lottig und dem Sextaner Paul verliehen.

13. Das Stipendium der Oskar Kius⸗Stiftung(Kapital 15 000 M., ſ. Jahresber. 1904 S. 12) erhielt für 1913 der cand. phil. Auguſt Lütcke. Bücher aus der Stiftung erhielten am 10. XII. aus II Zergiebel, Griesbach, Schulze, aus Ie Fenge, Praetorius, aus II1 Marth, Spengler.

. 14. Die aus der Stölzel⸗Stiftung(Kapital 1009 M., ſ. Jahresber. 1904 S. 10) für die Schülerbibliothek angeſchafften Bücher ſtehen unter V 1, c.

15. Aus der Heyl⸗Stiftung(ſ. Jahresber. 1906 S. 35) erhielten je ein Exemplar des Werkes von BoosGeſchichte der rheiniſchen Städtekultur die Abiturienten Griesbach, Koch und Schulze. 16. Rudolf Brede⸗Stiftung(Kapital 2800,00 M., ſ. Jahresber. 1912 S. 18).

Für alle der Anſtalt gemachten Zuwendungen wird hier nochmals beſter Dank ausgeſprochen.

VII. Mitteilungen an die Schüler und ihre Gltern.

1. Erlaß des Herrn Miniſters vom 21. IX. U. II 2084:

Die Gefahren, die durch die überhand nehmende Schundliteratur der Jugend und damit der Zukunft des ganzen Volkes drohen, ſind in den letzten Jahren immer mehr zutage getreten. Neuerdings hat ſich wieder mehrfach gezeigt, daß durch die Abenteurer⸗, Gauner⸗ und Schmutz⸗ geſchichten, wie ſie namentlich auch in einzelnen illuſtrierten Zeitſchriften verbreitet werden, die Phantaſie verdorben und das ſittliche Empfinden und Wollen derart verwirrt worden iſt, daß ſich die jugendlichen Leſer zu ſchlechten und ſelbſt gerichtlich ſtrafbaren Handlungen haben hinreißen laſſen. Die Schule hat es auch bisher nicht daran fehlen laſſen, mit allen ihr zu Gebote ſtehenden Mitteln dieſes Übel zu bekämpfen und alles zu tun, um bei den Schülern und Schülerinnen das rechte Verſtändnis für gute Literatur, Freude an ihren Werken zu wecken und dadurch die ſittliche Feſtigung