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Anerkennung verdienten, den II. Schlitzberger(12) und Landgrebe(II ²), den III. Volkenand(I ¹), am Pferd den I. Korte(III¹) und Eckhardt(IV), den II. Böttcher(III ¹) und Schellhas(IV), im Steinſtoßen Friedrichs(II ¹).
Am 17. XII. fand im Hanuſchſaale eine von Herrn Brede geleitete Abendunterhaltung ſtatt: vor zahlreicher Zuhörerſchaft, unter der auch Herr Provinzialſchulrat Dr. Borbein ſich befand, ſpielte das Schülerorcheſter einen Satz aus Mozarts Jupiterſymphonie und Haydns Dmoll-Streich⸗ quartett; darnach brachten Schülerchor und Schülerorcheſter Schillers Glocke, in Muſik geſetzt von Herrn Muſikdirektor Albrecht Brede, hier, zur Aufführung; die Einzelgeſänge hatten Frau Helene Wenning und Fräulein Milly Schneider gütigſt übernommen; ihnen, ſowie Herrn Pianoforte⸗ fabrikanten Scheel, der freundlichſt einen Flügel geliehen hatte, wird hier nochmals wärmſter Dank ausgeſprochen. Die Aufführung, der ein Tanz ſich anſchloß, fand reichen Beifall; von dem Rein⸗ erlös— 242,11 ℳ— wurden 60 ℳ den Anſtalten Hephata in Treyſa, der Reſt der Rudolf Brede⸗ Stiftung überwieſen.
Am Sedantage hielt Herr Hebel, am Geburtstage Seiner Majeſtät des Kaiſers Herr Fechner die Feſtrede; bei dem muſikaliſchen Teil der Feier wirkte das Schülerorcheſter mit. Anläßlich des Tages geruhten Seine Majeſtät der Anſtalt mehrere Bücher(ſ. Vla und b) zum Geſchenk zu verleihen; die gemäß der Beſtimmung Seiner Majeſtät von der Behörde uns zur Verleihung als Prämien überſandten Bücher, Wislicenus„Deutſchlands Seemacht“ und Bohrdt „Deutſche Schiffahrt in Wort und Bild“, erhielten bei der Feier Kurzrock(II2) und Schneider(III2); das von dem Herrn Miniſter als an demſelben Tage zu verleihende Prämie überwieſene Geſchenk des Haude und Spenerſchen Verlages, Büchmann„Geflügelte Worte“ empfing Böttcher(I1). Auf das an Seine Majeſtät gerichtete Glückwunſchſchreiben kant an den Direktor die briefliche Antwort: „Seine Majeſtät der Kaiſer und König haben die treuen Segenswünſche, welche Euer Hochwohl⸗ geboren zugleich im Namen der Lehrer und Schüler Ihrer Anſtalt Allerhöchſtihnen zum Geburtstage ausgeſprochen haben, mit Freuden entgegengenommen und laſſen für die freundliche Kundgebung bewährter Anhänglichkeit herzlich danken. Allerhöchſtem Auftrage zufolge ſetze ich Euer Hochwohl⸗ geboren hiervon in Kenntnis. Der Geheime Kabinetts⸗Rat Wirkliche Geheime Rat v. Valentini.“ Auf das an Seine Majeſtät anläßlich der Verlobung Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzeſſin Viktoria Luiſe gerichtete Glückwunſchſchreiben ging am 13. II. die Drahtantwort ein:„Seine Majeſtät der Kaiſer und König laſſen Ihnen wie den Lehrern und Schülern des Friedrichsgymnaſiums für die treuen Glückwünſche beſtens danken. Der Geheime Kabinettsrat v. Valentini.“
Es beſuchte am 20. V. und am 9. IX. Herr Geheimrat Dr. Kaiſer als Leiter des pädagogiſchen Seminars Unterrichtsſtunden der Kandidaten Engelhardt und Dr. Voltz, am 22. und 23. XI. Herr Provinzialſchulrat Dr. Borbein Unterrichtsſtunden aller Lehrer und des Direktors; am 14. I. wohnte Herr Geheimrat Dr. Graeber mit Herrn Provinzialſchulrat Dr. Borbein einigen Lehrſtunden bei. Dieſer leitete auch am 28. II die Reifeprüfung.
Zu der Sammlung für die Nationalflugſpende lieferten am 7. V. die Schüler der Klaſſen Ii 24 ℳ, III 28,50 ℳ, IIz 30 ℳ, IIII 26,50 ℳ, III⸗ 8,10 ℳ, IV 490 ℳ, V 8,30 ℳ, VI 24,70 ℳ, zuſammen 145 ℳ durch den Direktor ab; die Unterprima hatte ſchon vorher ihren Beitrag an eine Sammelſtelle abgeführt.
Im letzten Sommer iſt der vom Wagenverkehr in der Wolfsſchlucht verurſachten Störung des Unterrichts durch Neupflaſterung des Oſtteils dieſer Straße abgeholfen worden. Für die freundliche Erfüllung der vom Direktor ausgeſprochenen Bitte danken wir auch hier dem Magiſtrat, insbeſondere dem Herrn Stadtbaurat Höpfner, und der Stadtverordnetenverſammlung.
Wegen der Hitze mußte der Unterricht am 29. VI. gekürzt werden, zum Rodeln und Eis⸗ laufen wurden am 15. und 30. I. und 20. II. Turn⸗ und andere Stunden freigegeben.


