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4. Die Richterſche Denkmünze, geſtiftet im Jahre 1847 von ehemaligen Schülern des erſten Rektors des Caſſelſchen Lyceums Karl Ludwig Richter(† 1802) zur Verleihung an ſolche Abiturienten, die ſich durch Fleiß und Sittlichkeit während ihres geſamten Aufenthaltes in Prima bewährt haben,(ſ. Programm 1848, S. 79 ff.) wurde am 7. III. d. J. den Abiturienten Weber und Witte verliehen.
5. Aus der Flügel⸗Stiftung wurden im Laufe des verfloſſenen Schuljahres Bücher an etwa 80 Schüler ausgegeben. Der Kapitalſtock der Stiftung beträgt 4682,10 M.
6. Das Prinz Wilhelm⸗Stipendium, geſtiftet 1877 von Ihren Königlichen Hoheiten dem Kronprinzen Friedrich und der Frau Kronprinzeſſin Viktoria, zum Andenken an den Gymnaſialbeſuch Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm, jetzigen Deutſchen Kaiſers und Königs Wilhelms II. Majeſtät, erhielt der stud. phil. Ludwig Spohr.
7. Das Jubiläums⸗Beneficium(Kapital 4763,22 M.) wurde zu einer Hälfte dem Oberprimaner Paul Fiſcher und dem Oberprimaner Wilhelm Weber, zur anderen Hälfte dem Unterprimaner Fritz Lütcke und dem Obertertianer Erwin Hannemann verliehen.
8. Das Dr. Ernſt Kornemannſche Stipendium wurde in dem abgelaufenen Schuljahr dem stud. phil. Wilhelm Spohr verliehen.
9. Das Stipendium der Lotzſchen Stiftungerhielt der Landwirtſchaftsbefliſſene Hermann Hebel.
10. Die Zinſen der Dr. Friedrich Großſchen Stiftung, deren Kapital 3166,16 M. beträgt, wurden ſtiftungsmäßig den beiden Enkeln des Stifters, dem Oberſekundaner Werner Groß und dem Obertertianer Wilhelm Groß, verliehen..
11. Das Luther⸗Stipendium(Kapital 4695,19 M.) erhielt der stud. theol. Karl Ritter aus Niederzwehren.
12. Aus der Gideon Vogt⸗Stiftung(Kapital 5990,69 M.) wurden Stipendien für 1910 den Obertertianern Leo Klöckner und Werner Schaub verliehen.
13. Das Stipendium der Oskar Kius⸗Stiftung(Kapitalbetrag 15 000 M.) erhielt für 1910 der stud. phil. Hans Appel.
14. Stölzel⸗Stiftung:(Kapital 1000 M.) Die aus dieſer Stiftung für die Schüler⸗ bibliothek angeſchafften Bücher ſtehen unter V 1, b.
15. Heyl⸗Stiftung. S. Seite 35 des Jahresberichtes von 1906. Es erhielten je ein Exemplar des Werkes von Boos„Geſchichte der rheiniſchen Städtekultur“ die Abiturienten Bartſ ch und Fiſcher.
VII. Miitteilungen an die Schüler und ihre Eltern.
1. Den Primanern iſt zu mäßigem Gebrauch der Beſuch der Reſtauration des Hotel Schirmer, des Kaſſeler Hofs und der Konditorei von Paulus ſowie für den Sommer auch der Reſtauration in der Aue für die Zeit zwiſchen 6 und 8 Uhr abends geſtattet. Außerdem haben ſie am Sonnabend abend von 8—10 Uhr ihren Geſangverein unter Leitung des Herrn Profeſſors Dr. Brede. Für andere Klaſſen beſteht keine Erlaubnis zum Beſuche öffentlicher Lokale. Die Schüler ſind angewieſen(abgeſehen von obigen Ausnahmen) im Sommer von 8, im Winter von 6 Uhr abends ab ſich in der Regel zu Hauſe zu halten. Wir bitten die Eltern der Schüler und deren Stellvertreter mit uns darüber zu wachen, daß die Schulgeſetze beachtet werden und nicht außerhalb der Schule Ubertretungen vorkommen, die für die Schüler ſchlimme Folgen haben könnten.


