Jahrgang 
1905
Einzelbild herunterladen

13

Am 10. Dezember, dem Geburtstage des verſtorbenen Prof. Dr. Kius, erhielten nach dem Beſchluß der Lehrerkonferenz Bücher als Prämien aus der Oskar⸗Kius⸗Stiftung: Raddünz, Rexerodt, Könemann aus Ii, Ehrhardt, Schoppe, Weidenmüller aus Ie, Rack, Spohr, v. Ibell aus III.

Am 23. Dezember fand zum Schulſchluß in der Aula in gewohnter Weiſe bei brennenden Weihnachtsbäumen eine liturgiſche Weihnachtsfeier ſtatt.

Am 19. Januar beſuchte Herr Provinzial⸗Schulrat Dr. Kaiſer als Direktor des Pädagogiſchen Seminars mit den andern Kandidaten des Königl. Pädagogiſchen Seminars eine engliſche Unterrichts⸗ ſtunde des Kandidaten Henkel in IIi und beſprach dieſelbe dann im Beiſein des Direktors eingehend in deſſen Zimmer mit den Kandidaten.

Am 27. Januar wurde der Geburtstag Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs in der üblichen Weiſe durch eine Feſtfeier in der Aula begangen. Es wechſelten Chorgeſänge und Deklamationen. Die Feſtrede hielt Profeſſor Paulus über Arminius, Deutſchlands Befreier.

Se. Majeſtät der Kaiſer verlieh aus Anlaß Allerhöchſtſeines Geburtstages der Anſtalt zum Geſchenk eine eingerahmte farbige Reproduktion des Röchlingſchen GemäldesFriedrich der Große bei Zorndorf, ſowie folgende Bücher: 1. Den Jahrgang 1904 des Nauticus, Jahrbuchs für Deutſchlands Seeintereſſen; 2. den Deutſchen Segelſport von Willy Stöwer und 3. Urväterhort, die Heldenſagen der Germanen, von Max Koch und Andreas Heusler.

Sodann waren durch Königliches Provinzial⸗Schulkollegium dem Gymnaſium als Geſchenk Sr. Majeſtät des Kaiſers zur Verleihung an gute Schüler der Anſtalt überwieſen worden ein Exemplar von Wislicenus,Deutſchlands Seemacht ſonſt und jetzt und ein Exemplar von Bohrdt,Deutſche Schiffahrt in Wort und Bild. Sie wurden durch Konferenzbeſchluß dem Primus der Unterſekunda, Eduard Mosbacher, und dem Primus der Obertertia, Guſtav Eſau, zuerteilt.

Herr Provinzial⸗Schulrat Dr. Baier wohnte der Feier bei und ließ ſich nach derſelben im Direktorzimmer alle Lehrer der Anſtalt vorſtellen.

Auf das Glückwunſchſchreiben des Direktors an Se. Majeſtät zu Allerhöchſtderen Geburts⸗ tage ging folgendes Telegramm ein: Meinen wänmfen Dank Ihnen wie Lehrern und Schülern Ihrer Anſtalt für die treuen Wünſche. Wilhelm R.

Von Montag den 13. Februar an übernahm Kandidat Henkel die Vertretung eines erkrankten Oberlehrers am Realgymnaſium.

Am 15. Februar ſtarb Profeſſor Zülch vom hieſigen Wilhelms⸗Gymnaſium, der vor der Abtrennung des Wilhelms⸗Gymnaſiums 10 Jahre als Lehrer an unſerer Anſtalt ſegensreich tätig war. Das Lehrerkollegium geleitete ihn am 18. Februar zu ſeiner letzten Ruheſtätte.

Durch Verfügung vom 20. Februar wurde dem Oberlehrer Dr. Brede der Charakter als Profeſſor verliehen.

Pfarrer Wilhelm Speck in Berlin, ein früherer Schüler unſeres Gymnaſiums, der hier Michaelis 1881 die Reifeprüfung beſtand, überſandte der Anſtalt je ein Exemplar ſeiner beiden von der Kritik günſtig aufgenommenen Erzählungen:Die Flüchtlinge undZwei Seelen.