21 Leuckart und Nitſche; die dritte Abteilung von ausländiſchen Kulturpflanzen von Zippel und Bollmann.— Verſchiedene Gerätſchaften: Kryſtalliſationsſchalen, eine Glasglocke, Präparatengläſer, eine Spirituslampe, ein Meßgefäß, ein Meſſer und Reagentien für Mikroſkopie.
An Geſchenken erhielt die Sammlung Von den Unterſekundanern Paul Dietz: einen mit Kalkſtein überzogenen Blumenſtrauß aus Karlsbad; Auguſt Siemon: ein Stück Eiſenſpat; von dem Untertertianer Bernhard Gerntholtz: ein Stück Grauſpießglanzerz aus Arnsberg; von den Quartanern Wilhelm Rabe: ausländiſche Fiſche; Heino von Chriſten: eine Anzahl Vogeleier; von den Quintanern Auguſt Manß: einen Sperber; Robert Schirmer: ein Rehgehörn. Eine Anzahl von Schülern der Klaſſen Untertertia und Quarta machten ſich um die Pflege der im Terrarium lebenden Tiere verdient.
4. Phyſikaliſche Lehrmittel:
Neu angeſchafft wurden: Ein Univerſalſpektralapparat, 2 Normalſtimmgabeln, ein Normalthermometer, ein Maximum⸗ und Minimumthermometer, ein Stativ mit 2 Doppelmuffen und 2 Klemmen, ein Lötkolben, eine Woulſſ'ſche Flaſche mit drei Hälſen, eine pneumatiſche Wanne, eine Spritzflaſche, zwei Sandbadſchalen, 2 Abdampfſchalen, mehrere Cylinder, Koch⸗ fläſchchen, Retorten, Hornſpatellöffel, Quetſchhähne zum Gebrauch bei dem Unterricht in Chemie und Mineralogie.
5. Geographiſche Lehrmittel: Neu angeſchafft wurden: Einige Sektionen der Generalſtabskarte vom Regierungsbezirk Caſſel. 6. Sammlung von Muſikalien: Es wurde angeſchafft: Trellers„Fürs Vaterland“, Muſik v. Mangold(2 Klavierauszüge und Einzelſtimmen).— Bredes Weihnachtsliturgie(Partitur und Stimmen). 7. Lehrmittel für den Zeichenunterricht. Neu angeſchafft wurden: Dekorative Vorbilder aus dem Verlag von Jul. Hofſmann in Stuttgart. Allen denjenigen, welche die Sammlungen des Gymnaſiums durch Geſchenke bereicherten, wird
hiermit der gebührende Dank ausgeſprochen.
VI. Stiftungen und Alnterſtützungen von Fchülern.
1. Die Zahl der Freiſchüler während des Rechnungsjahres 1890/91 betrug 29, die Summe des erlaſſenen Schulgeldes 2525 Mark.
2. Das Schönfeldſche Beneficium(ſ. Programm von 1844, S. 56 f.) genießt ſeit 1891 der Studioſus der Theologie Wilhelm Dippel aus Warburg.
3. Das Eckhardſche Beneficium(ſ. Programm von 1844, S. 57) genießt ſeit 1889 der stud. theol. Leonhard Grau aus Amöneburg.
4. Die Richterſche Denkmünze(ſ. Programm von 1872, S. 30 f.) wurde zu Oſtern 1890 den Abiturienten Max Jahrmärker und Wilhelm Graf zu Stolberg⸗Wernigerode verliehen.
5. Aus der Flügelſtiftung(ſ. Programm von 1872, S. 30 f.) wurden im Laufe des ver⸗ floſſenen Schuljahres 268 Bände Schulbücher und 63 Schreibhefte an 64 bedürftige Schüler ausgegeben. Die Stiftung beſitzt jetzt 1771 Bände. Die Weidmannſche Buchhandlung zu Berlin ſchenkte 6 Exemplare von Ellendt-Seyfferts lateiniſcher Grammatik. Der Kapitalſtock dieſer Stiftung beträgt jetzt 1726 Mark 52 Pfg.
6. Das Prinz⸗Wilhelms⸗Stipendium(ſ. Programme von 1877, S. 56, und von 1889, S. 71) genießt ſeit dem 1. April 1890 der stud. iur. Wilhelm Weber aus Caſſel.
7. Das Jubiläums⸗Beneficium(ſ. Programm von 1880, S. 23 ff.) beſitzt jetzt einen Kapital⸗ beſtand von 4424 Mark 53 Pf. Dasſelbe wurde zu einer Hälfte dem Sextaner Ernſt Frankfurth und zu je einem Viertel dem Unterprimaner Paul Landgrebe und dem Obertertianer Johann Hannig verliehen.
8. Das Dr. Ernſt Kornemannſche Stipendium(ſ. Programm von 1880, S. 25, und von 1881, S. 68 f.) hat in dem abgelaufenen Schuljahre keinen Bewerber gefunden.


