Jahrgang 
1927
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Erziehungsbeihilfen von je 200 RM. erhielten im Sommer 3 ¹), im Winter 2 Schüler. Der nach Abzug dieſer Aufwendungen verbleibende Reſt wird dazu verwandt, die Be⸗ ſtände der Schülerhilfsbücherei planmäßig zu vermehren.

I. Berufsberatung.

Gegen Ende des Berichtsjahres machten nicht nur Eltern der in praktiſche Berufe über⸗ gehenden Schüler, ſondern auch Eltern, deren Kinder ſich noch auf der Schule befanden, häu⸗ figer von der Möglichkeit des Meinungsaustauſches über den zukünftigen Beruf ihrer Söhne Gebrauch. Der Anſtaltsleiter, der die Beratung ſelbſt übernommen hatte, erteilte geſtützt auf die zu dieſem Zwecke beſchaffte Literatur bereitwillig Auskunft oder ermittelte und bezeichnete den Eltern die Stellen, die genauere Angaben machen konnten. Dabei wurde wiederholt auf die Bedeutung des Handwerks und die Wichtigkeit einer guten Schulbildung für den Eintritt in ein Handwerk hingewieſen.

Gemäß Anordnung der vorgeſetzten Behörde wurde den Abiturienten bekannt gegeben:

1. Die Beſtimmungen über die Aufnahme in die pädagogiſchen Akademien in Bonn, Elbing und Kiel, ſowie im Februar d. Is. die zu Oſtern geplante Eröffnung einer gleichen Akademie auf ſimultaner Grundlage zur Ausbildung von Volksſchullehrern und Volksſchullehrerinnen in Frankfurt a. M. Für die Aufnahme gelten die Beſtimmungen der Bekanntmachung des Herrn Unterrichtsminiſters vom 1. November 1926 UIII 2459 II, UII 1(Zentralblatt für die geſamte Unterrichtsverwaltung in Preußen 1926, Heft 22, S. 388).

2. Die Bedingungen für die Aufnahme in die Studienſtiftung des deutſchen Volkes. Einem der Abiturienten des Landesgymnaſiums wurden auf Empfehlung der Schule die Ver⸗ günſtigungen dieſer Stiftung gewährt.

Die von dem Philologen⸗Verein überſandten Merkblätter über den übergroßen Zudrang zum Philologieſtudium wurden den Abiturienten ausgehändigt. Eine wertvolle Unterſtützung der Berufsberatung bildeten die von dem Herrn Landesdirektor in Arolſen zur Verfügung ge⸗ ſtellten Neuausgaben derMerkblätter für Berufsberatung, herausgegeben von der deutſchen Zentrale für Berufsberatung der Akademiker. Für die Bibliothek wurde angeſchafft: Remme, Die Hochſchulen Deutſchlands. Ein Führer durch Geſchichte, Landſchaft, Studium.

IWV. Der Elternbeirat.

Während in den Vorjahren trotz mehrfacher Hinweiſe auf die Wichtigkeit dieſer Einrichtung kein Elternbeirat zuſtande gekommen war, wurden im Juni nach zwei Elternverſammlungen, in denen der Anſtaltsleiter über das Zuſammenwirken von Schule und Elternhaus ſowie über die Aufgaben des Elternbeirats ſprach, durch Aufſtellung nur einer Liſte zu Mitgliedern des Eltern⸗ beirats gewählt:

1. Pfarrer Gottheis, Vorſitzender

2. Poſtſchaffner Schreiber

3. Architekt Schleicher

4. Frau Generaldirektor Wiegand

5. Lehrer Bergmann, Sachſenhauſen(Waldeck).

4) Ein Oberprimaner verließ die Anſtalt im Herbſt nach gut beſtandener Reifeprüfung.