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b) Schulgruppe des Vereins für das Deutſchtum im Ausland.(V. D. A.) Leiter im Schuljahr 1926/27: Studienaſſeſſor Geſing, Obmann der Schüler: Oberprimaner Ruth. Durch Unterſtützung des Herrn Landesdirektors wurde es mehreren Schülern in Begleitung eines Teiles der Gymnaſialkapelle ermöglicht, an der Pfingſttagung des V. D. A. in Hirſchberg teilzunehmen die in den jugendlichen Herzen unvergeßliche Eindrücke hinterließ. Im Anſchluß an die Tagung wurde eine Wanderung durch das Rieſengebirge unternommen. Studienaſſeſſor Geſing ver⸗ öffentlichte einen ausführlichen Bericht über dieſe Pfingſtfahrt in der„Waldeckiſchen Landes⸗ zeitung.“ Die Schulgruppe des Landesgymnaſiums beteiligte ſich zuſammen mit den Gruppen der Stadtſchule und der höheren Mödchenſchule an den Veranſtaltungen der Ortsgruppe Corbach des V. D. A., an den Volkskunſtabenden der Steiermärker und der Tiroler. Vom 6.—13. Februar nahm die Schulgruppe regen Anteil an der Werbewoche des V. D. A. Sie hörte die Vorträge der Herren Dr. Bell und Reinhold und ſah den V. D. A.⸗Film. Mit der Corbacher Jugend führte ſie Propagandaumzüge aus unter Mitwirkung der Gymnaſialkapelle, die ſich auch durch Veranſtaltung eines Platzkonzertes in den Dienſt der Werbewoche ſtellte. Ferner unterſtützten der Gymnaſialturnverein und die Kapelle die Werbetätigkeit für den V. D. A. bei turneriſchen Vorführungen des Corbacher Turnvereins von 1850(D. T.). Die eifrige Be⸗ teiligung der Schulgruppe des Landesgymnaſiums hatte einen erfreulichen Erfolg.
3. Der aufgabenfreie Rachmittag wurde zum Spielen auf den zur Verfügung ſtehen⸗ den Plätzen(ſ. If 3), bei ungünſtiger Witterung zum Hallenturnen benutzt.
4. An den Wandertagen wurden unter Führung der Klaſſenleiter Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung unternommen, Einen Höhepunkt bildete am 14. u. 15. September eine Turnfahrt über den Heiligenberg— Melſungen—Spangenberg nach dem Meißner, an der ſich der Direktor, 8 Lehrer, die Gymnaſialkapelle und faſt ſämtliche Schüler der Klaſſen O III bis OI(96) beteiligten. Ueber ihren Verlauf berrichtete der Oberprimaner Beck in der „Waldeckiſchen Landeszeitung.“
5. Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im ganzen gut. Längere Erkrankungen kamen nur vereinzelt vor. Die ſchulärztliche Beaufſichtigung lag wie bisher in den Händen des Kreisarztes Medizinalrat Dr. Hartwig.
k. Schulgeld, Freiſtellen, Hilfsbücherei. Das Schulgeld betrug vierteljährlich 50 RM. und wurde monatlich im voraus(17 und 17 und 16 RM.) erhoben, das Eintrittsgeld 5 RM. Von denm geſamten Schulgeldaufkommen ſtehen 20% zur Verfügung für Geſchwiſterermäßigungen(die in Zukunft nur noch auf Antrag gewährt werden), für Freiſtellen, Erziehungsbeihilfen und den Ausbau der Schülerhilfsbücherei. Nach den miniſteriellen Beſtimmungen genoſſen von 239 bezw. 232 Schülern Geſchwiſter⸗ ermäßigungen:
25% 50% 100% im Sommer 39 10— im Winter 42 9—
Freiſtellen für bedürftige und würdige Schüler wurden gewährt: im Sommer 18 ganze, 14 halbe im Winter 22„ 7„


