Jahrgang 
1927
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b) Die verſchiedenen Triebfedern menſchlicher Handlungsweiſe in SchillersWallen⸗ ſtein.(2 mal.)

c) Die weltgeſchichtliche Bedeutung des römiſchen Volkes.(2 mal.)

Ueberſetzung aus dem Lateiniſchen: Cicero, Laelius 17, 62, 63, 64 z. T.

Ueberſetzung aus dem Griechiſchen: Plato, Protagoras, pag. 320 D 321 C.

Mathematiſche Aufgaben: a)(Stereometrie) Eine Holzkugel(r= 10 cm) ſchwimmt

auf Waſſer; durch Meſſung mit dem Zirkel findet man, daß der aus dem Waſſer heraus⸗

ragende kleinere Kugelabſchnitt einen Grundkreis von 2 g= 16 cm Durchmeſſer hat.

Wie groß iſt das ſpezifiſche Gewicht des Holzes?

b)(Rentenrechnung). Jemand hat Anſpruch auf eine Rente von r= 3000 M., deren erſte Rate nach einem Jahr fällig iſt und die im ganzen 10 mal ausgezahlt werden ſoll. Statt deſſen wünſcht er, daß ihm ſofort 10000 M. ausgezahlt werden und daß der Reſt wieder in eine 10 jährige Rente verwandelt wird. Wie groß wird dieſe ſein? p= 50 ho.

c)(Differenz. Rechnung). Die Funktion y= 0,1 X 0,8 x ²+ 2 itt darzuſtellen und zu unterſuchen.

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f. Die Einrichtung des künſtleriſchen und techniſchen Unterrichts.

1. Geſang und Muſikpflege. VI: Nach dem Liederbuch von Herrmann und Wagner wurden einſtimmige, gelegentlich auch zweiſtimmige Lieder geſungen und einfache Chormelodien eingeübt. Einführung in die Notenſchrift und Aufbau der C-dur-⸗Tonleiter durch harmoniſche Ableitung aus den Dreiklängen über C, F und G. Gerader und ungerader Takt, punktierte Note und Vortragszeichen. Nebenher fortgeſetzte Gehörbildung, Übung des muſikaliſchen Gedächtniſſes und rhythmiſchen Gefühls durch Muſikdiktate. V: Wiederholung und Befeſtigung des in Sexta Gelernten. Einführung in den polyphonen Liedgeſang. Erweiterung der Kenntnis der Tonarten, zweiſtimmige Marſchlieder, gelegentlich Klavierſpielen. IV und UIII: Singen von Duetten von R. Schumann, Mendelsſohn und K. Reinecke mit Klavierbegleitung, ſowie einſtimmiger alter Volkslieder nach der Sammlung von Otto, Proben alter Tonkunſt. O III und UII: Ein⸗ führung in die Baßnoten. Hiſtoriſche Entwicklung der Notenſchrift. C. M. v. Weber und ſein Freiſchütz. OII und I: Die Romantiker Weber, Schumann, Mendelsſohn, Lortzing. Als Vor⸗ bereitung für die Theaterfahrten nach Kaſſel eingehende Behandlung von Webers Freiſchütz und Lortzings Zar und Zimmermann. Loewe und ſeine Balladen. Beethoven.

Aus den ſtimmbegabten Schülern der Mittel⸗ und Oberſtufe wurde ein gemiſchter Chor gebildet, der in einer beſondern Chorgeſangſtunde Lieder a cappella oder mit Inſtrumental⸗ begleitung ſang, die ein Streichquartett, ſowie ein aus 17 Schülern beſtehendes und gelegentlich durch geeignete Kräfte aus der Stadt verſtärktes Streichorcheſter ſtellte. Am 27. und 28. No⸗ vember fand im Saale desWaldecker Hofs ein gut beſuchtes öffentliches Konzert ſtatt, deſſen Reinertrag für die Gedächtnistafel der gefallenen Schüler des Gymnaſiums beſtimmt wurde. Am 1. April wurde in demſelben Saale zum Gedächtnis Beethovens eine würdige Feier mit Vortrag und kleinern Inſtrumentalſätzen veranſtaltet.