Jahrgang 
1915
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9 Cechniſcher Unterricht.

1. Tur nen. Die Anſtalt beſuchten im Sommer: 126, im Winter: 111 Schüler. Von dieſen waren befreit

vom Turnunterricht von einzelnen Ubungs⸗

überhaupt: arten: auf Grund ärztlichen Zeugniſſes..... im S. 5, W. 5 im S., W. aus anderen Gründen........ im S., W. im S., W. Zuſammen im S. 5, W. 5 im S., W. alſo von der Geſamtzahl der Schüler.. ſim S. 4%, W. 4,5% im S., W. 63,97%)

Das Turnen iſt ermöglicht im Freien und im geſchloſſenen Raume. Der Anſtalt ſtehen zur uneingeſchränkten Verfügung ein Turnplatz, eine damit verbundene heizbare Turnhalle und ein größerer Spielplatz auf der Hauer.

Für den Turnunterricht waren wöchentlich 3 Stunden für jede der 3 Turnabteilungen angeſetzt. Dieſer Plan konnte jedoch nicht eingehalten werden, da zu Beginn des Krieges die beiden Turnlehrer(Hopff und Wick) zum Heeresdienſt eingezogen wurden. Nach kürzerer Unterbrechung übernahmen die Herrn Grevel und Sack den Unterricht in 2 Turnabteilun⸗ gen und je 3 Stunden. Nachdem gegen Mitte Februar auch Herr Grevel einberufen war, mußte der Turnunterricht leider ganz ausgeſetzt werden.

Freiwillige Spielnachmittage oder Spielſtunden waren nicht eingerichtet. Dagegen turnte der als korporatives Mitglied an den Jugendbund angeſchloſſene Gymnaſialturnverein, dem im Sommer 37, im Winter 36 Schüler angehörten, noch beſonders in 3 Stunden und ſpielte, ſoweit es die Witterung erlaubte, an 2 Nachmittagen. Dieſe Ubungen mußten allerdings eingeſchränkt werden, ſeitdem die über 16 Jahre alten Schüler an 2 Nachmitta⸗ gen an den Übungen der Jugendwehr teilnahmen.

Am 19. Juni unternahmen die Klaſſen die herkömmlichen Ausflüge. Die Prima und Oberſekunda beſuchten Marburg nebſt ſeiner näheren Umgebung(Spiegelsluſt, Lichteküppel, Frauenberg). Die Unterſekunda und Obertertia hatten ſich Hannöverſch⸗Münden zum Ziel genommen mit Fußmarſch von Kragenhof nach Münden. Die Untertertia führte ihr Weg von Arolſen über Neu⸗Berich nach Volkmarſen. Quarta und Quinta wanderten von Buhlen über Kleinern, Elmsberg, Bringhauſen, Niederwerbe nach Selbach, die Sexta von Selbach über Niederwerbe nach Schloß Waldeck.

Singen.

Da der Geſanglehrer(Hopff) Mitte Auguſt zum Heeresdienſt eingezogen wurde, konnte der Unterricht nur bis dahin erteilt werden und mußte für den Reſt des Schuljahres ausfallen.

Zeichnen.

Den Zeichenunterricht erteilte Zeichenlehrer Thiemann nach den geltenden Vor⸗

ſchriften.