Das Turnen iſt ermöglicht im Freien und im geſchloſſenen Raume. Der Anſtalt ſtehen zur uneingeſchränkten Verfügung ein Turnplatz, eine damit verbundene Turnhalle und ein größerer Spielplatz auf der Hauer.
I. Turnabteilung:(Prima und Ober⸗Sekunda): Hopff. .Ordnungsübungen: Befeſtigung und Erweiterung der in der II. Turn⸗Abteilung vor⸗ genommenen Übungen mit Berückſichtigung militäriſcher Formen. .Freiübungen: Gruppenübungen mit Hanteln, Holz⸗- und Eiſenſtäben. .Volkstümliche ÜUbungen: Fünfkampf.(Stemmen, Stabhochſprung, Dreiſprung, Stein⸗ ſtoßen, Gerwerfen.) .Geräteübungen: Kombinierte UÜbungen am Reck, Barren, Pferd, Trapez. Spiele: Fauſtball, deutſcher Schlagball, Korbball, Barlauf. II. Turnabteilung:(Unter⸗Sekunda und Tertien): Hopff. Ordnungsübungen: Sektionskolonne, Schwenken und Aufmarſch, Wendungen im Marſch. .Freiübungen:(ſiehe I. Turnabt.) .Gewandheitsübungen: Fallen zur Hockſtellung, zum Sitz mit gekreuzten Beinen und zur Rückenlage. „Volkstümliche Ubungen: Fünfkampf(100 m Lauf, Freihoch⸗ und Dreiſprung, Speer⸗ werfen und Schleuderball). e. Gerätübungen: Schwierigere Übungen am Reck, Barren, Pferd, Bock, Trapez, an den Ringen, der Leiter u. ſ. w. f. Spiele: Fauſtball, Treibball, Schlagball, Eckball, Stafettenlauf.
III. Turnabteilung(Quarta, Quinta, Sexta): Wick.
Einfache Frei⸗ und Ordnungsübungen; Gangarten; leichtere Ubungen an den Geräten. Ball⸗ und Bewegungsſpiele.
Im Pauſenturnen wurden beſonders Atemübungen und Gewandheitsübungen vorge⸗ nommen. Der Gymnaſialturnverein turnt noch beſonders 3 Stunden und ſpielt an 2 Nach⸗ mittagen. Er hat ſich als korporatives Mitglied dem Jugendbund angeſchloſſen.
2. Singen. Hopff. 1. Sexta,(wöchentlich 2 Std.) Einfache Choralmelodien, Volkslieder und volkstümliche
Lieder. Theorie: Einführung in die Notenſchrift. Takt, Zähl- und Taktierübungen. Die ge⸗
bräuchlichſten dynamiſchen Zeichen und Tempovorſchriften. Aufbau der Durleiter, Tetrachord, ganze und halbe Stufe. Die Intervalle der Durleiter, der toniſche Dreiklang mit ſeinen Umkehrungen ſowie die Dreiklänge der Quart und Quint in derſelben Weiſe.
Ubungen im melodiſchen, rhythmiſchen und harmoniſchen Hören mittels Muſikdiktat und Wandernote, Übungen zur Erzielung richtiger Tonbildung und Ausſprache unter Anwen⸗ dung der Solmiſationsſilben, Atemübungen.
2. Quinta,(wöchentlich 2 Std.) Penſum der Sexta. G⸗= u. F⸗Leiter, Erhöhungs⸗ Erniedrigungs⸗ und Auflöſungszeichen. Einführung in die Zweiſtimmigkeit. Choräle und Zweiſtimmige Volkslieder.
3. Gemiſchter Chor,(wöchentlich 3 Std.) 4 ſtimmige Chöre älterer u. jüngerer Meiſter,
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