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reits erledigte Penſum derſelben maßgebend. Erfolgt die erneute Anmeldung bei derſelben An⸗
ſtalt, welche der Schüler verlaſſen hatte, ſo iſt vor der Aufnahmeprüfung unter Darlegung der
beſonderen Verhältniſſe die Genehmigung des Provinzial⸗Schulkollegiums einzuholen. §. 10.
Dieſe Beſtimmungen treten mit dem 1. Januar 1902 in Kraft. Mit demſelben Tage ver⸗ lieren alle Anordnungen, nach welchen bis dahin bei der Verſetzung in den verſchiedenen Pro⸗ vinzen zu verfahren war, ihre Geltung.
Berlin, den 25. Oktober 1901.
Der Miniſter der geiſtlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten. Studt..
26. November 1901. Desgl. Mitteilung des Miniſterial⸗Erlaſſes vom 1. November 1901 betr. „Ordnung der Reifeprüfung an den neunſtufigen höheren Schulen.“ Dieſe Ordnung tritt Oſtern 1903 in Kraft.
14. Dezember 1901. Desgl. Der neue Etat für die Jahre 1902⁄4 wird überſandt.
24. Dezember 1901. Desgl. Die Einführung neuer Lehrbücher im Franzöſiſchen wird geneh⸗ migt. S. das Verzeichnis!
31. Januar 1902. Desgl. Mitteilung des Miniſterial⸗Erlaſſes vom 12. Oktober 1901 betr. Herabſetzung der Pflichtſtundenzahl bei mehr als 24 Jahren Beſoldungsdienſtalter auf 20 St. wöch., bei mehr als 12 Jahren auf 22 St. wöch.
17. Februar 1902. Desgl. Aus den Erſparniſſen der Anſtaltskaſſe werden 1500 Mark für
Das neue Schuljahr begann am 15. April mit der Aufnahme 36 neuer Schüler. Der neue Oberlehrer Auguſt Brandes und der Probekandidat Richard Werner, der zugleich mit der Verſehung einer vakanten Oberlehrerſtelle beauftragt war, wurden am 16. April in ihr Amt eingeführt.
Auguſt Brandes wurde geboren am 17. Februar 1860 zu Carlshafen, Provinz Heſſen⸗Naſſau, beſuchte das Realgymnaſium zu Caſſel, von dem er Michaelis 1880 mit dem Zeugnis der Reife entlaſſen wurde und ſtudierte in Berlin Mathematik und Naturwiſſenſchaft. Nachdem er im November 1888 die Prüfung pro fac. doc in Berlin beſtanden hatte, leiſtete er ſein Probejahr von Oſtern 1889 bis dahin 1890 am Friedrichs⸗ gymnaſium in Kaſſel ab. Er war dann viſſenſchaftlicher Hilfslehrer an dem Gymnaſium zu Kaſſel, Goslar, an den Realſchulen zu Grenzhauſen und Schmalkalden. Oſtern 1896 wurde er zum Oberlehrer ernannt.
Am 24. Mai machte die ganze Schule auf Leiterwagen einen Ausflug nach Medebach. Von da ging der Marſch nach Küſtelberg, von wo die unteren Klaſſen abſchwenkten, um auf ſchönen Waldwegen zu den Leiterwagen nach Medebach zurückzukehren, während die oberen Klaſſen mit der Mehrzahl der Lehrer über Winterberg nach dem Kahlen Aſten weiter marſchierten. Nach der Rückkehr vom Ausſichtsturm und nach mehrſtündiger Ruhe in Winterberg ward der Rückweg durch das Orkethal und über Kloſter Glindfeld nach Medebach angetreten, von wo wir auf unſern Leiterwagen abends 10 Uhr glücklich heimkehrten. Die Turnfahrt war vom herrlichſten Wetter begünſtigt und verlief trotz der ſtarken Anſtrengungen, die der Marſch erforderte, ohne den geringſten Unfall und zur vollen Befriedigung aller Teilnehmer.


