Jahrgang 
1894
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Hebräiſch, 2 St. Demandt. Formenlehre mit Ausnahme des Nomens. Stücke aus der Genesis überſetzt. 4

Engliſch, 2 St. König. Mündliches und ſchriftliches Überſetzen der Lektionen aus der Grammatik von J. Schmidt. Lektüre: aus dem angehängten Leſebuche.

Seſtunda 2. Ordinarius: G.⸗L. Hebel.

Religion, 2 St. Waldſchmidt. Im Sommer: Einleitung in das A. T. Ausgewählte Stücke des A. T. Im Winter: Erklärung des Evangel. d. Lucas und des Briefes des Jacobus. Wie⸗ derholung des Katechismus. Sprüche, Lieder, Pſalmen.

Deutſch, 3 St. Weidenbach. Lektüre: Minna von Barnhelm, Hermann und Dorothea, Jungfrau von Orleans. Daneben Balladen von Schiller und Uhland. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten und Dichterſtellen. Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik im An⸗ ſchluß an die Lektüre. Anleitung zur Aufſatzbildung und zu kleineren Vorträgen. Themata der Aufſätze: 1) Wie genügt Schillers BalladeDie Kraniche des Ibykus der Forderung der Ein⸗ heit? 2) Wie hat Uhland in ſeinem GedichtTaillefer den Stoff ſeiner Quelle erweitert und vertieft? 3) Inhaltsangabe des erſten Aktes von Leſſings LuſtſpielMinna von Barnhelm (Klaſſenarbeit). 4) Inwiefern iſt der Ackerbau die Grundlage aller Kultur? 5) Urſachen der Veränderungen, welche auf der feſten Erdoberfläche ſtattfinden. 6) Iſt die That des Jünglings in SchillersTaucher zu rechtfertigen? 7) Das Ende des Priamus. überſetzung aus Vergil, Än. II.(Klaſſenarbeit). 8) Inwiefern laſſen ſich die beiden erſten Geſänge von GoethesHermann und Dorothea mit der Expoſition eines Dramas vergleichen? 9) Die Eroberung von Sagunt. Nach Livius(Klaſſenarbeit).

Lateiniſch, 7 St. Weidenbach. Lektüre: 4 St. Cic. pro Roscio Amerino, Verg. Aen. II, Livius XXI. Grammatik: 3 St. Tempus⸗ und Moduslehre. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit. Mündliche Übungen nach Süpfle.

Griechiſch, 6 St. Waldeck. Lektüre: Xen. Anab. II und III mit Auswahl, Anfang von V. Hellen. I und II mit Auswahl. Hom. Od. I. Grammatik: das Wichtigſte aus der Kaſus⸗, Tempus⸗ und Moduslehre. Mündliche und ſchriftliche bungen nach Seyffert⸗Bamberg.

Mathematik, 4 St. Hebel. Arithmetik und Algebra. 2 St. Proportionen. Dezimalbrüche. Gleichungen erſten Grades mit einer und mehreren Unbekannten, Potenzen und Wurzeln, das Quadrieren und ſeine Umkehrung, Logarithmen, einfache quadratiſche Gleichungen(§. 1424, 27, 28, 35, 36 nach Schubert). Planimetrie: Im Sommer 2 St., im Winter 1 St. Ähnlichkeit der Figuren, Berechnung der Seiten regulärer Polygone, Rektifikation und Quadratur des Kreiſes, Konſtruktionsaufgaben. Trigonometrie und Stereometrie: Im W.: 1 St. Körperberechnungen mit Hilfe der einfachen trigonometriſchen Aufgaben über das rechtwinklige Dreieck.

Phyſik, 2 St. Hebel. Leichtere Kapitel aus der Chemie und allen Gebieten der Phyſik.

Franzöſiſch, 3 St. König. Lektüre aus Plötz Manuel. Vollſtändige Überſicht über die Syntax. Exercitien alle 14 Tage. Häufige Extemporalien.

Geſchichte u. Erdkunde, 3 St. Weidenbach. Deutſche und preußiſche Geſchichte vom Regie⸗ rungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart. Wiederholung der Erdkunde Europas. Elementare mathematiſche Erdkunde. Kartenſkizzen.