Jahrgang 
1878
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d. heut. Erdſchale; Willmanns, deutſche Grammatik; Stix, Vorſchule des Zeichnens; Bernſtein, die fünf Sinne d. Menſchen; Bain, Geiſt und Körper; Serbe, Schulalmanach; Böttger, Wohn⸗ ſitze der Deutſchen; Buſolt, die Lakedaimonier. 1 Bd.

Geſchenkt wurden der Bibliothek vom Königl. Provinzial⸗Schul⸗Collegium in Caſſel eine Anzahl pädagogiſcher Werke; von der Fürſtlichen Regierung Jahrgang 1877 des Regierungsblattes; von Herrn Subconrector König Dictionnaire universel par Furetière 1727. fol. 4 Bde.; von mehreren Verlagshandlungen Exemplare ihrer neueſten Unternehmungen. Allen Gebern ſei an dieſer Stelle der herzlichſte Dank geſagt. Der Director ſchenkte die von ihm beſorgte 3. Auflage der Madrigtiſcherſchen lat. Schul⸗Grammatik.

Die Bibliothek erfuhr bei ihrer Neuaufſtellung eine wiederholte Reviſion. Eine Anzahl Doubletten wurden vorläufig ausgeſchieden um ſpäter antiquariſch umgetauſcht oder veräußert zu werden. Zugleich wurde der Anfang damit gemacht Schriften, welche ſich mehr für die Schülerleſebiblio⸗ theken eignen, den einzelnen Klaſſenbibliotheken zu überweiſen. Eine Anzahl aus älteren Be⸗ ſtänden herrührender defecter Einzelbände wurde reponiert.

Die Programmenſammlung wurde nach Jahrgängen geordnet und begonnen dieſe in Map⸗ pen unterzubringen. Desgl. wurde mit der Anfertigung eines Zettelkatalogs begonnen, an welcher Arbeit ſich außer mehreren Collegen auch der frühere Schüler unſerer Anſtalt L. Brack, Student der Philologie, in dankenswerther Weiſe betheiligte.

B. Für das phyſikaliſche Cabinet wurde ein Telephon von Siemens und Halske angeſchafft.

C. Die ſonſtigen Anfänge von Sammlungen erfuhren keine Vermehrung.

vII. Mittheilungen der Schuſe an die Eſtern und Angehörigen, der Schule.

Hinſichtlich der Disciplin bleibt noch immer zu wünſchen, daß gute Sitte und Pflicht⸗ und CEhrgefühl mächtiger wirken als es Geſetze vermögen, und daß wahre Kameradſchaft nicht in der Gemeinſchaft des Unerlaubten, oder der Förderung oder Verheimlichung deſſelben, ſon⸗ dern im Abhalten vom Schlechten und im gegenſeitigen Ermuntern zum Guten geſucht werde. Verbotener Wirthshausbeſuch, leichtſinniges Schuldenmachen, Verkaufen oder Verpfänden von Habſeligkeiten, Rohheiten gegen Mitſchüler, Beſchädigungen fremden Eigenthums u. dgl. müſſen in den Augen der Schüler den Nimbus desForſchen verlieren, wenn nicht blos eine Verhütung oder Beſtrafung von Fehltritten, ſondern eine dauernde Geſundung des Schü⸗ lergeiſtes von innen heraus ſtattfinden ſoll. Am meiſten ſind nach dieſer Seite hin die Schüler und ihre Angehörigen vor dem vergiftenden Einfluſſe der Verbindungen zu warnen, weil dieſe durch den Kitzel verfrühten Nachäffens ſtudentiſcher Formen und durch den Schild der Genoſſen⸗ ſchaft vieler am leichteſten zu verlocken mögen. Da ſolche Verbindungen von den Schulbehörden als Urgrund vieles Uebels auf das ſtrengſte verboten ſind, ſo fordert ihre Geheimhaltung die Jugend zu ſyſtematiſcher Lüge und zur Heimlichkeit in ihrem geſammten Thun und Denken auf.