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II und I.— Ordnungsübungen. Freiübungen. Geräthturnen.— Ueber das Schauturnen ſ. u. S. 14.
Singen. J. W. bis Weihnachten 3 St. Tewes. Tenor und Baß; Alt, Sopran. Gelegent⸗ lich vierſtimmiger Chorgeſang.— Vom Januar 1876 an Wettſtaedt. VI 1 St. Notenleſen und Treffübungen. Für V— I 3 St.; Sopran 1 St., A 1 St., Chorgeſang 1 St.(Motetten. Volkslieder. Choräle.)
Zeichnen. Im W. VI. V. IV. je 2 St. Jung. Zeichnen’ nach Vorlegeblättern mit Bleiſtift und Kreide.— Von Oſtern 1876 wurde der ſeit länger als 10 Jahren auf die drei Unterklaſſen beſchränkt geweſene Zeichenunterricht auch auf die 3 Oberklaſſen ausgedehnt. Für III iſt er obligatoriſch, für II und I facultativ. Leider wird die Bedeutung und bildende Kraft dieſes Unterrichtsgegenſtandes von vielen Eltern und Schülern noch gänzlich verkannt. Die Mei⸗ ſten ſchlagen den Gewinn von 2 Freiſtunden höher an. Der Beirieb im Sommer war:
VI. 2 St. Wettſtaedt. Vorbereitungszeichnen. Uebungen im Zeichnen von Linien in ver⸗ ſchiedenen Richtungen, Maßen und Verbindungen, von Kreiſen, concentriſchen Kreiſen, Ellipſen, Spiralen, Band⸗Ornamenten u. ſ. w. V—l je 2 St. Jung. Zeichnen mit Bleiſtift, ſchwarzer und farbiger Kreide nach Vorlegeblättern. Aquarellieren.—
Schreiben. Im W. bis Weihnachten VI 3, V 2 St. Jung. Von Neujahr 1876 VI 3 St. V 2 St. IV 1 St. Wettſtaedt. Die ſehr mangelhaften Handſchriften vieler Schüler machten eine Ausdehnung des Schreibunterrichts auf IV nothwendig. In V wurde im letzten Vierteljahre auch das grlechiſche Alphabet eingeübt.— In VI. Tactſchreiben; Nachſchreiben der einzelnen, an der Tafel vorgeſchriebenen Schriftzüge in methodiſcher Aufeinanderfolge.
Aufgaben zu den ſchriftlichen Abiturientenprüfungen.
Oſtern 1876. Deu tſcher Aufſatz: Inwiefern wird Germanicus der letzte Römer, Philo⸗ pömen der letzte Grieche genannt?— Lateiniſcher Aufſatz: In causis perditae reipublicae Ro- manae num recte habeatur tribunicia potestas.— Mathematiſche Arbeit:
1. x+ y²= 246—(+) 3( ³2++ y ²*)= 1107— 4 xy. 2. Ein Dreieck zu conſtruieren aus der Grundlinie, der Summe der nach den anderen Seiten gezogenen Transverſalen und dem Winkel, den dieſe im Durchſchnittspuncte bilden.— 3. Um einen Kreis von 935 M. Fläche iſt ein reguläres Zwölfeck und in demſelben ein Acht⸗ zehneck beſchrieben. Wie groß iſt der Unterſchied der beiden Flächen?— 4. Aus der Oberfläche einer Kugel und der Höhe eines Segmentes derſelben das Volumen des Segmentes zu berechnen. Oberfläche= 528 M. h= 2 M.
Herbſt 1876. Deutſcher Aufſatz: Klopſtock und Horaz verglichen hinſichtlich ihres Ent⸗ wicklungsganges und ihrer Stellung in der Literatur.— Lateiniſcher Aufſatz: Exponitur ad quas potissimum virtutes Athenienses tragicorum fabulis excitari necesse fuerit.— Mathema⸗ tiſche Arbeit. 1. Ein Dreieck zu berechnen aus der Grundlinie a— 1517 M., αχᷣ— 76 18 20“ und der Differenz der auf die anderen Seiten gefällten Höhen h— h= 187,35 M.


