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3. Abituriententhemata: Oſtern 1867. Groß ſind die Wunder der Menſchen, aber unendlich arößer find die Werke Gottes. Herbſt 1867. Welche Aehnlichkeiten finden ſich in der Geſchichte der alten Griechen und der Deutſchen?
II. Die wichtigſten Verfügungen des Fürſtlichen Conſiſtoriums.
1. Vom 8. October 1866. Die Einführung von Herbſt's hiſtoriſchem Hülfsbuche wird ge⸗ nehmigt.
2. Vom 10. October 1866. Die Errichtung einer Vorbereitungsklaſſe für die Qnarta des Gymnaſiums wird proviſoriſch auf ein Jahr genehmigt.
3. Vom 1. April 1867. Im Intereſſe der Confirmanden ſoll der Lectionsplan im Winter ſo eingerichtet werden, daß die Stunde von 11—12 Dinstags, Mittwochs, Freitags frei bleibt, oder mit ſolchen Lectionen belegt wird, deren zeitweilige Ausſetzung geringeren Nachtheil bringt.
4. Vom 30. April 1867. Von jetzt ab ſind 224 Exemplare des Programms nach Berlin zu ſenden.
5. Vom 1. Mai 1867. Die vom Lehrercollegium entworfenen neuen Schülergeſetze werden mit einigen Modificationen genehmigt und der Druck derſelben angeordnet.
6. Vom 31. Mai 1867. Die diesjährigen Pfingſtferien werden um 8 Tage verlängert, die Sommerferien um eben ſo viel verkürzt.
7. Vom 17. Juli 1867. Schüler, welche das Gymnaſium im Laufe des Semeſters verlaſſen, ſind zur Zahlung des ganzen Schulgeldes verpflichtet.
8. Vom 6. Auguſt 1867. Der proviſoriſche Beſtand der Vorbereitungsklaſſe wird auf ein weiteres Jahr von Michaelis 1867 bis dahin 1868 genehmigt.
III. Chronik des Symnaſiums.
Am 16. October 1866 wurde das Schuljahr mit Geſang, Gebet, Mittheilung der Schüler⸗ geſetze und einer Anſprache des Directors eröffnet.
Als Lehrer an der neu errichteten Vorbereitungsklaſſe(Quinta) wurde Herr Höhle, bis dahin Lehrer an der hieſigen Stadtſchule, eingeführt.
Am 7. December fand eine muſtikaliſch⸗dramatiſche Abendunterhaltung im Auditorium ſtatt.
Zu Weihnachten verließ der bisherige Director Dr. Gideon Vogt die Anſtalt, um die Direc⸗ tion des Gymnaſiums zu Wetzlar zu übernehmen. Er ſchied von uns begleitet von der herzlichen Theilnahme der Lehrer und Schüler, welche ſeiner vierjährigen Wirkſamkeit eine dankbare Erinne⸗ rung bewahren.
Zum Director geruhten Se. Durchlaucht der Fürſt am 7. December den Unterzeichneten, bis⸗ herigen Conrector der Anſtalt, zu ernennen, welcher am 3. Januar 1867 durch Herrn Conſiſtorial⸗ rath Albracht in ſein Amt eingeführt wurde.
Die übrigen Lehrer rückten in die freigewordenen Stellen; zum ſiebenten ordentlichen Lehrer wurde Herr Carl Glänzer ernannt.
Carl Glänzer, 1844 zu Heiſer geboren, beſuchte 6 Jahre lang die Dorfſchule ſeines Geburtsortes, dann von 1856 bis 1860 die höhere Bürgerſchule zu Arolſen und von


