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verlaufenen Schuljahre auf Erhaltung und Vermehrung der Apparate, ſonſtiger Bedürfniſſe und beſonders für die Bibliothek Gnaͤdigſt bewilligt wurden.— Auch darf es nicht unerwähnt bleiben, daß der neue fuͤr die Seminariſten an⸗ gelegte Badeweiher im verlaufenen Sommer vieles Vergnuͤgen gewährt, aber auch gar wohlthätigen Einfluß auf die Geſundheit der Zöglinge gehabt hat.
Ihre Herzogliche Durchlaucht haben für arme und gering bemittelte Seminariſten die Summe der gewöhnlichen Stipendien durch außerordent⸗ liche Unterſtützungsmittel aufs Neue bis zu der Summe von 3296 fl. zu er⸗ hoͤhen geruht Moͤchten ſich alle Empfaͤnger ſolcher Wohlthaten ſtets durch Fleiß und Wandel würdig und dankbar bezeigen!
Nicht minder haben Ihre Herzogliche Durchlaucht im verlaufenen Schul⸗ jahre vier Seminarlehrern Beſoldungszulagen Guäͤdigſt zu bewilligen geruht.
Das Lehrerperſonal hat mehrfachen Wechſel erlitten.— Es iſt aus dem vorjaͤhrigen Programme bekannt, daß Zeichenlehrer Walther und Schreiblehrer Thiel vom 1. October 1842 an penſionirt wurden. Letzterer ſetzte aber in Ermangelung eines neuen Schreiblehrers noch ein ganzes Jahr lang den Unterricht freiwillig fort, welcher Fleiß in ſo hohem Alter auch nicht unerkannt geblieben iſt.
Einen ſehr bedauerlichen Verluſt erlitt das Seminarium am 19. Mai 1843 durch den Tod des Seminarlehrers Cantor Anthes.— Johann Adam Anthes war den 9. October 1788 zu Kronberg, im Herzoglich Naſ⸗ ſauiſchen Amte Königſtein geboren, wo er auch Kindheit und Jugend verlebte. Von ſeinem Vater, Gottfried Anthes, Lehrer und Cantor zu Kronberg, erhielt er eine ſehr gute Erziehung und die erſte Elementarſchulbildung, woneben er


