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tritte aus der Elementarſchule bis zum Eintritte in das Seminarium ſich ei⸗ ner thätigeren Theilnahme in ihrer Fortbildung zuhauſe erfreuen duͤrften.
Ueber beſonders rühmliche Bemuͤhungen einzelner Schullehrer in dieſer Sache der Aſpirantenbildung ſind dem Seminarium pro 1843 keine Special⸗ mittheilungen aus den Herzoglichen Schulinſpectionen zugekommen, aber im Laufe des Schuljahres 1845⁄4 hat das Seminarium doch mit Freuden bemerkt, daß wenigſtens ein Viertheil der juͤngſten Zoͤglinge geſchickte und fleißige Fort⸗ bildner gehabt hat.
Am 5. October 1843 wurde die Concursprüfung der 16jährigen Aſpi⸗ ranten fuͤr die Aufnahme 1844 gehalten. Es hatten ſich 78 Pruͤflinge ein⸗ gefunden, 75 Naſſauer, 2 aus dem Großherzoglich Oldenburgiſchen Furſten⸗ thum Birkenfeld, und Einer aus dem Gebiete der freien Stadt Frankfurt. Unter den Naſſauern befanden ſich 36 katholiſche und 39 evangeliſche, von welchen 24 katholiſche und 27 evangeliſche für die Aufnahme 1844 beſtimmt wurden. Dieſen ſchließen ſich auch die drei Fremden an, von welchen der eine Birkenfelder katholiſch, der Andere iſraelitiſch, und der Frankfurter evangeliſch iſt.
Die Aufnahme dieſer 54 neuen Zoͤglinge findet ſtatt bei Eroͤffnung des Lehrcurſus den 1. Mai, Vormittags 9 Uhr.
Wegen ökonomiſcher Angelegenheiten, Quartier, Koſt, billiger Buͤcheran⸗ ſchaffung haben Eltern und Vormuͤnder ihre beſonderen Wuͤnſche in Zeiten an das Seminardirectorium zu richten, ſonſt wird auch ohne beſondere Wünſche in der allgemeinen Fuͤrſorge obſervanzmaͤßig fortgefahren.
Am 9. October 1843 wurde die Herbſtpruͤfung am Seminarium gehal⸗ ten und das Winterſemeſter wurde den 4. November eroͤffnet.
Das Seminar erfreut ſich ſehr dankbar der vielen Mittel, welche im


