Jahrgang 
1831
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Na den 14. und 15. Maͤrz wird unſere oͤffentliche Fruͤhlingspruͤfung ſeyn, und zwar Vormittags von 8 bis 11 Uhr, und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. Am erſten Tage werden die beiden juͤngeren Seminarklaſſen, am zweiten die zu entlaſſenden Zoͤglinge der erſten Klaſſe gepruͤft werden.

Alle theilnehmende Freunde des Volkſchulweſens werden hiermit geziemend zu dieſer Pruͤfung eingeladen. Indeſſen nicht alle koͤnnen uns durch ihre Gegenwart erfreuen; darum werden den fernen Freunden folgende kurze Nachrichten uͤber den Beſtand der Anſtalt und die wichtigſten Veraͤnderungen an derſelben gegeben. Das Seminarium legt mit der Fruͤhlingspruͤfung wieder ein Schuljahr zuruͤck; aber nicht ohne innigen Dank gegen die Vorſehung, die uns bei ſtillem Frieden erhielt, und unſer aller Thun und Bemuͤhen nicht ohne Segen ließ.

Die Lehrer waren mit geringer Ausnahme ſo gluͤcklich, ſich faſt einer un⸗ unterbrochenen Thaͤtigkeit in ihrem Berufe erfreuen zu koͤnnen; und unter un⸗ ſern Zoͤglingen vermißten wir Keinen, dem eine bedeutende Krankheit die Theil⸗ nahme am Unterricht unmoͤglich gemacht haͤtte. 3

Die nachfolgenden Blaͤtter geben Auskunft uͤber den Umfang des Unter⸗ richts im verlaufenen Schuljahre. Ueber die Fruͤchte deſſelben kann und wird die Pruͤfung zwar einiges Licht geben; aber die Reife dieſer Unterrichtsfruͤchte wird hauptſaͤchlich erſt im kuͤnftigen Berufsleben unſerer Zoͤglinge zu ſuchen ſeyn.. Durch die Verbindung zwiſchen dem Seminarium, dem landwirthſchaftli⸗ chen Inſtitute und der hieſigen Stadtſchule iſt der Vollſtaͤndigkeit unſeres Lehr⸗ plans und des Unterrichts fortwaͤhrend nach Moͤglichkeit entſprochen worden.