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15. Cassel, den 5. November 1892. Das Königl. Prov. Schulkollegium übersendet einen Ministerialerlass, worin die Anschaffung der Veröffentlichungen der Gesellschaft für deutsche Er- ziehungs- und Schulgeschichte empfohlen und darauf hingewiesen wird, dass die Jahresberichte der höheren Dnterrichtsanstalten mehr für die Schulgeschichte verwertet werden könnten.
16. Cassel, den 8. Dezember 1892. Mitteilung eines Ministerialerlasses, wodurch den Leitern und Lehrern der höheren Unterrichtsanstalten jede eigenmächtige Anderung der Prüfungs- ordnung untersagt wird.
17. Cassel, den 21. Dezember 1892. Das Kgl. Prov. Schulkollegium teilt eine Ministerial- verfügung mit, betreffend die Beschickung der Weltausstellung zu Chicago mit Gegenständen, die für die Entwickelung des höheren Schulwesens besonders charakteristisch sind.
18. Cassel, den 31. Dezember 1892. Mitteilung einer Ministerialverfügung über denselben Gegenstand.
19. Cassel, den 9. Januar 1893. Das Kgl. Prov. Schulkollegium teilt eine Verfügung des Herrn Ministers über die Zahl der Pflichtstunden mit.
20. Cassel, den 2. Februar 1893. Der Königl. Prüfungs-Kommissar teilt mit, dass Termin für die mündliche Entlassungsprüfung auf Montag den 20. Februar vormittags 8 Uhr anzu- setzen ist.
III. Chronik der Anstalt.
1. Das Schuljahr 1892/93 wurde Dienstag den 25. April 1892 mit einer Feier eröffnet, wobei der Direktor den neu eintretenden Kollegen Herrn Baseler, der b'sher an der hiesigen höheren Töchterschule gewirkt hatte, begrüsste und einige Worte an die Schüler richtete. Die Aufnahme- prüfung der neu eintretenden Schüler hatte Tags zuvor stattgefunden.
2. Mit dem Schlusse des Schuljahres 1891/92 hatte uns Herr Kollege Vollhase verlassen, um eine Stelle beim Kgl. Kadetten-Korps zu Cöslin anzunehmen. Herr Vollhase hatte zwei Jahre an der Realschule gewirkt und sich die Liebe der Schüler, die Achtung und Frenndschaft der Kollegen erworben. Möge er in seiner neuen Stellung glücklich sein!
3. Am 31. Mai musste wegen zu grosser Hitze der Nachmittagsunterricht ausge- setzt werden.
4. Die Pfingstferien dauerten vom 5. bis 8. Juni.
5. Am 15. Juni sowie am 18. Oktober 1892 und am 9. März 1893 wurde durch Ansprachen in den einzelnen Klassen das Andenken Kaiser Friedrichs III. und Kaiser Wilhelms I. gefeiert.
6. Am 15., 16. und 17. Juni wohnte Herr Generalsuperintendent Fuchs aus Cassel dem evangelischen Religionsunterricht in mehreren Klassen bei.
7. Die Sommerferien dauerten vom 5. Juli bis 1. August.
8. Am 16. August machten die Klassen der Realschule und der Vorschule die üblichen Ausflüge in die nähere und weitere Umgegend.
9. Am 18., 19., 22. und 23. August mussten die Nachmittagsstunden wegen zu grosser Hitze ausfallen.
10. Am 2. September beging die Anstalt in herkömmlicher Weise den Sedantag, die Fest- rede hielt Herr Oberlehrer Knooœp.
11. Den Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs feierte die Schule mit Dekla- mation und Gesang. Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Forst.
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