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12. Mit Beginn des Unterrichts im neuen Jahre trat anch Herr Dr. Ed. Hoff mann’) seine Thätigkeit als wissenschaftlicher Hülfslehrer an.
13. Als Ersatz für den verstorbenen Herrn Emmel trat Herr Collmann**) mit dem neuen Jahre als Lehrer an der Vorschule ein.
14. Am 9. März wurde der Todestag Sr. Majestät weiland Kaiser Wilhelms I. durch eine Schulfeier begangen, bei welcher Oberlehrer Dr. Scheer eine der Bedeutung des Tages entsprechende Rede hielt.
15. Am 22. März wurde das Andenken an den Geburtstag des hochseligen Kaisers Wil- nelm I. durch Choralgesang und eine Rede des ordentlichen Lehrers Forst gefeiert.
*) Eduard Hoffmann, geb. am 30. April 1858 zu Homburg v. d. Höhe. erhielt seine Schulbildung in der Realschule zu Bingen a. Rh., im Kgl. Gymnasium zu Wiesbaden, welches er bis Obertertia besuchte, und darauf im Kgl. Realgymnasium derselben Stadt. Zu Ostern 1878 mit dem Maturitätszeugnis von letzterer Anstalt entlassen, widmete er sich auf den Universitäten zu Heidelberg(1878— 80) und Marburg(1880— 81) dem Studium der Mathe- matik, Naturwissenschaften und der englischen Sprache. Am 12. Mai 1882 bestand er vor der Kgl. Prüfungskommis- sion zu Marburg das Examen pro fac. doc. und wurde am 4. Juni der städt. Realschule zu Wiesbaden zur Ableistung des pädagogischen Probejahres überwiesen. Im März 1883 wurde er auf Grund einer Dissertation über Kegelschnitt- büschel und Kegelschnittscharen von der philos. Fakultät zu Marburg zur Promotion zugelassen. Nach beendigtem Probejahr war er bis Herbst 1887 an der städtischen Realschule zu Wiesbaden als wissenschaftlicher Hülfslehrer thätig. Die Lehrthätigkeit wurde während des Sommers 1885 durch eine Reise nach Schottland und England unterbrochen. Von Herbst 1887 bis Ostern 1888 widmete er sich in Marburg wiederholt dem Studium der englischen Sprache. Zu Ostern 1888 trat er als wissenschaftlicher Hülfslehrer an das Königl. Realgymnasium zu Wiesbaden und am 1. Jan. d. J. in gleicher Eigenschaft an die städtische Realschule zu Hanau über.
—*) Friedrich Karl Collmann, geboren den, 10. Juli 1864 zu Windecken, Kreis Hanau, Sohn des Thier- arztes Carl Collmann, besuchte Zunächst die Volksschule zu Altenstadt,(Hessen), genoss dann mehrere Jahre hindurch Privatunterricht. war von Ostern 1878— 80 Schüler der Grossherz. Hess Präparandenanstalt zu Lich, besuchte noch ein Jahr lang die Präparandenschule zu Usingen und absolvierte hierauf von Ostern 1881— 84 das Königlich Preuss. Lehrerseminar dortselbst. Von 16. April 1884 bis 15. April 1887 Lehrer an der Elementarschule zu Heddernheim b. Frankfurt a. M., wurde er vom 15. April 1887 ab an der Knabenvolksschule dahier angestellt, nachdem er Anfangs Juni 1886 sein zweites Examen am Lehrerseminar zu Usingen abgelegt hatte. Am 1. Januar 1889 wurde er als Ele- mentarlehrer an die hiesige Realschule versetzt.


