Jahrgang 
1882
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Vorschulklasse 3.

Ordinarius: Zehner.

Religionslehre. 4 St. w. Die wichtigsten und fasslichsten Geschichten des A. und N. Testaments wurden den Schülern unter Benutzung biblischer Abbildungen vorerzählt und ihrem Hauptinhalte nach abgefragt und durch Nacherzählen dem Gedächtnisse derselben einzuprägen ge- sucht. Zehner.

Deutsche Sprache. 8 St. w. Lautier- und Leseunterricht im ersten Lesebuch für Elemen- tarschüler. Reine und deutliche Aussprache der Laute, Silben und Wörter. Häufige Uebungen im Analysieren und Synthesieren der Silben und Wörter. Lesen im Lesebuch von Paulsiek für Octava. Kleine Gedichte auswendig gelernt. Täglich UÜbungen im Schreiben. Zeh ner.

Auschauungsunterricht. 2 St. w. Im Anschauungkreise der Kinder liegende Dinge und Erscheinungen wurden besprochen unter der Benutzung der Bildertafeln von Strübing.

Zehner.

Rechnen. 6 St. w. Addieren und Subtrahieren der Grundzahlen im Zahlenkreise 1 100

nach der Rechenmaschine. Vorübungen zur Multiplication und Division. Zehner. Turnen. 2 St. w. Freiübungen, Ordnungsübungen, Gerätübungen. Störger.

B. Zur Chronik der Anstalt.

1. Bei Gelegenheit der Schlussfeierlichkeit des vorigen Schuljahres am 9. April 1881 fand eine Verteilung verschiedener Prämien statt, welche in dem vorjährigen Programm nicht mehr hatten erwähnt werden können. Es waren 2 Prämien aus der Chr. Weishaupt'schen Stiftung für gute Leistungen im Zeichnen, 16 weitere Prämien für lobenswerte Leistungen überhaupt bestimmt. Die ersteren erhielten der Primaner Müller und der Tertianer Rohde, fünf andere Schüler wurden be- lobt. Die 15 weiteren Prämien erhielten die Primaner Müller und Breuning, der Sekundaner Schwab. die Tertianer Grossbernd, Farr und Schneider, die Quartaner Vogt, Ursprung, und Weidner, die Quintaner Kirchhoff I, Joseph und Tauber, die Sextaner Bubenberger, Scheer, Bergner und Stock.

2. Das Schuljahr 1881 82 wurde Montag den 25. April 1881, nachdem morgens von 9 Uhr an die Aufnahme-Prüfung der zum Eintritt angemeldeten Schüler stattgefunden hatte, nachmit- tags 3 Uhr in herkömmlicher Weise mit Gesang und Gebet und unter Vorlesung der Schul- und Disciplinarordnung, auf welche die neu eintretenden Schüler durch Handschlag verpflichtet wurden, eröffnet.

3. Die Sommerferien erstrekten sich vom 2. bis zum 23. Juli.

4. Am 2. September 1881 wurde das Sedanfest in herkömmlicher Weise durch einen öffent- lichen Schulactus, bei welchem der Oberlehrer Dr. Scheer die Festrede hielt, gefeiert. Auch betei- ligten sich die Lehrer und Schüler der Anstalt wie in früheren Jahren an dem nach dem Friedhof veranstalteten Trauerzuge. 8

5. Am 3. September wurde der Unterricht ausgesetzt, um den Schülern Gelegenheit zu geben, die Militär-Uebungen, welche in nächster Umgebung der Stadt Hanau stattfanden, mit anzusehen.

6. Die Herbstferien erstrekten sich vom 17. September bis 9. Oktober.

7. Mit dem 1. Oktober 1881 schied der bisherige wissenschaftliche Hülfslehrer H. Groove,