Jahrgang 
1914
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Sie soll mit ihrem warmen Schein Uns Lehrern hehres Vorbild sein. Wir müssen, woll'n wir Kraft entfalten,

So oft er es auch ernst beflissen Schon mit der Wurzel ausgerissen. Hlier schwankt ein Bäumlein in den Winden,

Er muß das schwache fester binden, Mit Wärme unsres Amtes walten, Zu fördern schwacher Pflänzlein Spriebßen, Dann dringt der Geistessonne Schein Mit Lebenswasser sie begießen. APuch in die kleinen Köpfe ein.

Der Raupe wehrt er und dem Kerfe, Doch ist nicht Vorbild sie allein,

Dem Wassersproß mit Messers Schärfe. Auch Schutzgöttin will sie uns sein. Daß gute Früchte Bäume zieren, b Mit Dankbarkeit muß ich es sagen: Muß propfen er und okulieren. Wenn oft in schönen Sommertagen

So muß durch seiner Hände Walten Der Blick von Bank und von Katheder Der Windling Gutes auch gestalten. Hinwandert nach dem Thermometer, Es ist des Lehrers schönes Reich 0b fünfundzwanzig der bald zeigt, Fürwahr dem Paradiese gleich, Wenn es dann heißt: Es ist erreicht! Wo Bäume, Sträucher grünen, blühen, Wenn dann bekannt wird in dem Haus:

lHeut nachmittag füllt die Schule aus!

Wo holder Blumen Farben glühen, Wer schafft uns dieser Freiheit Wonne?

Wo bunte Falter zweifelnd schweben V Und Segler durch die Lüfte streben, Es ist die liebe gute Sonne. Und wo an grün umrauschten Bronnen Drum füllt die Becher jetzt mit Wein: Sich Löwen neben Lämmern sonnen. Die Sonne soll gepriesen sein; Und seht, auch der Erkenntnis Baum Du strahlende, glänzende Himmelszier, Dir, unserm Vorbild, folgen wir. V Du Freiheitspenderin, deiner Kraft Bringt freud'gen Dank die Lehrerschaft.

Streckt seine Aste durch den Raum. Doch keiner hösen Schlange List Hier um den Baum geringelt ist.

Und über seines Gartens Pracht Die Lehrer all erheben sich:

Die liebe Sonne freundlich lacht. Schutzgöttin. Vorbild, wir grüßen dich!

Sie spendet Wärme, spendet Licht Du siehst, wir achten und lieben dich sehr! Und blickt mit freundlichem Gesicht Doch im nächsten Sommer beschütze uns mehr, Auf alles, was hier lebt und webt Dann wandle weiter deine Bahn,

Und wachsend in die Höhe strebt. Wie du im Jahre 11 getan!

Möge der von dem Direktor in seiner Festrede geüäußerte Wunsch, daß das schöne Fest für Lehrende und Lernende eine Quelle der Kraft für die Arbeit der kommenden Tage werden möge, sich bei allen Festteilnehmern erfüllen!

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