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Herr Direktor Bungenstab-Hanau.
Im Namen des städtischen Lyzeums spreche auch ich Ihnen, verehrter Herr Direktor, und Ihrer Anstalt zu der-heutigen Gedenkfeier die herzlichsten Glüeckwünsche aus. Aufrichtig freuen wir uns über das reiche Maß der Anerkennung, Achtung und Liebe, das Ihnen und Ihrer Schule von so vielen Seiten heute entgegengebracht worden ist als schönster Lohn für die bisher geleistete treue Arbeit. Als Zeichen unserer Achtung bitte ich Sie, die Büste unseres allverehrten Kaisers freundlichst annehmen zu wollen. Möge das Geschenk unserer Anstalt neben den vielen anderen Gaben, die Ihnen heute gewidmet sind, die Erinnerung an den heutigen Gedenktag in Ihrem Herzen stets frisch und lebendig halten. Gott schütze auch fernerhin unsere liebe Oberrealschule! Sie möge wachsen, blühen und gedeihen bis in die fernste Zukunft!
Herr Stadtschulrat Dr. Berensmann-Hanau.
Es ist mir die ehrenvolle Aufgabe zugewiesen worden, der Jubilarin im Namen der Lehrer- kollegien der hiesigen Mittel- und Volksschulen einen herzlichen Glückwunsch zuzurufen. Dieses Auftrages entledige ich mich um so freudiger, als meine, wenn auch erst kurze Zugehörigkeit zum Kuratorium der Oberrealschule und zu den übrigen Schulkörperschaften, sowie das mir anvertraute städtische Schuldezernat unwillkürlich mein lebhaftes Interesse und meine wärmste Sympathie erregen für alles, was mit dem Schulwesen zusammenhängt. Sodann aber leitet mich auch der Gedanke, daß die unteren Klassen unserer Volks- und Mittelschulen ein gutes Fundament bilden für die Oberrealschule und hoffe auch, daß zwischen allen Schulgattungen ein gewisse Bundesge- nossenschaft, eine Einheit des Erziehungsstrebens herrschen muß, wenn das Erziehungswerk gedeihen soll. Jede öffentliche Schule im modernen Staate muß meines Erachtens ihre Hauptaufgabe darin erblicken, soweit als möglich, einsichtige, willenskräftige und für die Gesamtheit nützliche Staats- bürger heranzubilden. Dieser Aufgabe ist auch die Oberrealschule im verflossenen Jahrhundert mit
Liebe und Treue, mit Hingabe und Aufopferung nachgekommen. Möge sie— das ist der Wunsch der von mir vertretenen Lehrerkollegien und auch mein Wunsch zur Jahrhundertfeier— möge sie
auch in Zukunft die Statte sein, in der sittlich tüchtige Menschen erzogen und wahre, echte Vater- landsliebe und Pflichttreue gelehrt werden und aus der endlich auch weiterhin gut erzogene, wohl- gesittete, aufopferungsfreudige und für die Interessen des Staates und der engeren Heimat begeisterte Jünglinge hervorgehen werden. Das walte Gott! Herr Fabrikant Kreuter-Hanau.
Hochansehnliche Festversammlung! Sehr geehrter Herr Direktor! Es gereicht mir zur hohen Freude und besonderer Ehre, daß ich im Namen der ehemaligen Schüler Ihnen hier Glück- wünsche aussprechen darf. Ich glaube, daß diese Glückwünsche aus den Herzen ehemaliger Schüler nicht zurückstehen gegen die der staatlichen und städtischen Behörden, denn unsere Glückwünsche zeigen Ihnen und müssen Ihnen zeigen, daß das I. ehrerkollegium es verstanden hat, durch seine Lehrtätigkeit sich in die Herzen der Schüler einzugraben auf lange, lange, unvergeßliche Zeit. Sehr geehrter Herr Direktor! Wir älteren Schüler, wir wollten nicht allein hier an dieser geweihten Stätte unsere Glückwünsche niederlegen, wir wollten auch ein besonderes Erinnerungszeichen pflanzen, das zum Wohle der Schule und zum Wohle der Schüler gedacht ist. Es ist uns gelungen, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die ich Ihnen hiermit, verehrter Herr Direktor, übergeben möchte. lch gestatte mir, den Stiftungsbrief vorzulesen:
Stiftungs-Urkunde.
In dankbar freudiger Erinnerung an ihre Bildungsstätte und zur Bekundung ihrer hohen Wertschätzung für die Schule, haben ehemalige Schüler sowie Freunde der Anstalt beschlossen, aus Anlaß der Jahrhundertfeier der Städtischen Oberrealschule zu Hanau zum bleiben- den Gedächtnis eine Stiftung zur geistigen und körperlichen Förderung der älteren Schüler der Anstalt zu begründen. Durch die opferwillige Unterstützung, insbesondere einer namhaften Anzahl früherer Schüler, ist es gelungen, am heutigen Festtage zu diesem Zweck der Anstalt den Betrag von 20000 Mark überweisen zu können.


