Jahrgang 
1913
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kin Studien-Ausflug zum Rhein wurde während der Sommerferien vom 24. bis 26. Juli unter Führung des Zeichenlehrers von Schülern der oberen Klassen unternommen. Besucht wurden Braubach mit der Marxburg, Arenberg bei Ehrenbreitstein(im Volksmundeder rote Hahn genannt), Coblenz. Andernach, Niedermendig und der Laacher See, Kreuznach. Münster a. St. und die Ebern- burg. Durch freundliches Entgegenkommen der Militärbehörde zu Coblenz wurde für zwei Nächte Quartier in der Kasernezur Karthause gewährt, wofür nur 16 Pfg. für die Person zu entrichten waren. Auch in der Schüler und Studentenherberge zu Andernach genossen die Teilnehmer an dem Ausfluge verschiedene Vergünstigungen, die, wie freundlichst mitgeteilt wurde, bei rechtzeitiger Anmeldung noch erweitert werden sollen.

2. Linearzeichnen.

0 III.: U'bung im Gebrauch von Zirkel, Lineal und Ziehfeder durch Zeichnen von Flächen- mustern, Kreiseinteilungen und anderen geometrischen Gebilden.

L. II.: Geometrisches Darstellen einfacher Körper in verschiedenen Ansichten mit Sehnitten und Abwickelungen. Bongardt.

Bemerkungen: 1. An dem Linearzeichnen nahmen teil aus 0 III 46 und aus U II 31 Schüler.

2. In den Klassen 0 II. I I und O I wurde mit Genehmigung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums von den 5 Mathematikstunden eine für das geometrische Zeichnen verwendet, und zwur so, daß alle 14 Tage in 2 Stunden nacheinander gezeichnet wurde.

d) Turnen.

Sexta. IJ. Ordnungsübungen: Gehen an und von Ort, auch im Wechsel und mit Drehung. Laufen, Wechsel von Gehen und Laufen. Reihungen zu P'aaren. Einfache Arten des Gehens auf den Linien eines Vierecks. Staffeln vorwärts. Sehrittwechselgehen. II. Freiübungen. Einfaches Armschwingen mit Schrittstellungen, Fuß- und Kniewippen in Grundstellung, auch mit Arm- schwingen. Rumpfbengen und-drehen, Hüpfen an Ort, auch mit Drehung. Knieheben und Strecken. III. Geräte: Kletterstangen, schräge Leiter. Schwebestangen, Reck,. Barren, Hoch- und Weitspringen.

Quinta. I. Ordnungsübungen: Einteilen in Viererreihen durch Vorwärts- und Rückwärts- gehen. Fortgesetzte Reihungen in Dreier- und Viererreihen. Gegenzug. Schwierige Arten des Gehens auf den Linien eines Vierecks. Schneckenlinie. II. Freiübungen: Schrittstellungen und Beinspreizen mit- Drehung beim Stellen. Knieheben undstrecken zu einer Schrittstellung. Arm- kreisen, Rumpfkreisen in Grundstellung, Rumpfbeugen in Schrittstellung mit Beugen eines Beines, Rumpfsenken in Grundstellung. Einfache Stabühungen(Armbeugen, Stabdrehen). III. Geräte wie vorher, mit Ausnahme der Schwebestangen.

Quarta. I. Ordnungsübungen: Einteilen in Viererreihen mit-Drehung in der 3. Zeit. Staffeln nacheinander ohne vorheriges Abzählen. Drehung im Marsche nach bestimmter Schrittzahl. Reihungen mit Kreisen, auch im Wechsel mit Vorwärtsgehen. Winkelzug. Schrägzug. Gehen auf den Linien eines Kreuzes in leichteren Formen. Laufen mit Umkehren. II. Freiübungen: Auskall nach allen Richtungen. Armhauen, Armstoben, Beinspreizen. UÜbergehen aus der Hockstellung zur Sehrittstellung. Rumpfbeugen und-drehen mit Kniebeugen. Einfache Stabsehwünge mit ent- sprechenden Arm- und Rumpftätigkeiten. III. Geräte wie vorher und Pferde.

Unter-Tertia. I. Ordnungsübungen: Einteilen in Viererreihen, 4 Schritte vorwärts mit Drehung nach dem 4. Schritt(2) Schwenken der Viererreihen an und von Ort. Wechsel von Laufen zum Gehen mit gleichzeitiger ¹a-Drehung. Im Marsche a-Drehung. II. Freiübungen: Auslagetritt. Hantelübungen in den erlernten Freüübungen, bevorzugt das Ausbreiten der Arme. Stabübungen: Armkreisen. UÜbungen des Kammgriffs. Ausfall und Auslage in Wechsel einfacherer Art. Geräte wie vorher und Ringe. Einführung in den Stabhochsprung.