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mit oder ohne Okular verwendet werden. Aufgefangen werden die Projektionsbilder auf einem Roll- vorhang, der vor dem Experimentiertisch herabgelassen werden kann, so dass auf dem Tische auf- gestellte Apparate bei dem Projicieren nicht hinderlich sind. Der zum Betrieb der Bogenlampe nötige Vorschaltwiderstand und der Ausschalter sind, auf einem Eichenbrett befestigt, an der Wand auf- gehängt und können leicht transportiert werden, so dass man den Projektionsapparat auch auf dem Experimentiertisch benutzen kann, wenn man z. B. Lichtstrahlen in der Längsrichtung des Tisches zur Demonstration der Reflektion und Brechung braucht.
3 Der Wandanschluss am Experimentiertisch könnte nun leicht unter Vorschaltung eines
Glühlampenrheostaten direkt bei Experimenten gebraucht werden. Wir thun dies jedoch nur in Ausnahmefällen und benutzen gewöhnlich Akkumulatoren. . Der Experimentiertisch von 4 m Länge hat im wesentlichen die Weinhold'sche Form und ist mit Gas- und Wasserleitung, Wasserabfluß und Quecksilbervertiefung versehen; ein Gasabzug konnte leider noch nicht beschafft werden, doch ist Raum für denselben vorgesehen. Der eine der beiden 2thürigen Schränke hat seine Thüren auf der den Schülern zugekehrten Seite. Sein Inneres ist mit Emaillefarbe mehrfach gestrichen, seine Decke durch Bleiplatten geschützt. In diesem Schrank sind 2 Batterieen von je 6 Pollak'schen Akkumulatoren von 36 Amperestunden Kapazität aufgestellt. Uber den Thüren ist für jede Batterie ein Ohl'scher Stromwähler angebracht. Dieser besteht aus 2X 6 starken Kupferschleiffedern, die in 2 Reihen geordnet sind. Die oberen Federn sind mit den positiven, die unteren mit den negativen Polen der einzelnen Elemente verbunden, ausserdem sind noch 2 stärkere Ableitefedern vorhanden. Zwischen die Federn werden Holzleisten eingeschoben, auf denen starke Messingbleche festgeschraubt sind. Diese sind bei den verschiedenen Leisten so bemessen und verbunden, daß durch sie die 4 möglichen Schaltungen der 6 Elemente hergestellt werden. Die zu einer Batterie gehörenden 4 Leisten sind zu einem Körper von kreuz- förmigem Querschnitt vereinigt, der mit 2 Messingzapfen in Messinggabeln geführt wird. Schildchen auf der Vorderseite geben die Voltzahl der benutzten Schaltung an. Von den Ableitefedern wird der Strom durch doppelpolige Streifensicherungen zu den Anschlüssen geführt. Die Deckplatten der Anschlüsse sind für die positiven Pole rot, für die negativen schwarz gefärbt. Ein Anschluß be- findet sich am Fensterende des Experimentiertisches, der andere etwa in der Mitte der Vorderseite. An den beiden Schmalseiten des Tisches sind dann noch weitere Anschlüsse angebracht, die auf der Rückseite(Lehrerseite) durch blanke Kupferleitung verbunden sind. Damit läßt sich auch die von den Fenstern abgewendete Seite des Tisches mit den Batterien oder mit der städtischen Leitung oder mit dem Galvanometer verbinden; eventuell gestatten es geeignete Klemmen, von den blanken Kupferdrähten an jeder Stelle des Tisches Strom abzunehmen. Mit Ausnahme dieser Ver- bindungsleitung ist bei allen Verbindungen und Leitungen darauf Rücksicht genommen, daß sie den Schülern sichtbar sind. Die Ladung der Akkumulatoren erfolgt unter Vorschalten eines Glüh- lampenbretts vom Wandanschluß aus. Da ein Gasabzug, wie erwähnt, noch nicht vorhanden ist, so werden während des Ladens die entwickelten Gase durch einen Bleirohrstutzen auf der Rück- seite des Tisches und einen daran angeschlossenen weiten Gummischlauch zu einer Bohrung in einer der Fensterscheiben geführt.
Eine beiderseits mit Stöpselanschlüssen versehene isolierte Doppelleitung führt am Fenster- pfeiler in die Höhe nach dem über dem Physikzimmer liegenden Chemiezimmer, sodaß auch hier der Batteriestrom wie der städtische Strom benutzt werden kann. Um beim Einschalten eine ein- fache Verständigung zwischen beiden Räumen zu ermöglichen, sind dieselben telephonisch verbunden.
Von einer elektrischen Beleuchtung des Physikzimmers wurde Abstand genommen. Bei dem Arbeiten am Projektionsapparat im verdunkeltem Zimmer giebt ev. ein abnehmbarer W andarm, dessen Lampe mit den Anschlußstöpseln verbunden ist, das nötige Licht.
II. Für das Naturalienkabinet wurde angeschafft: 1) Sammlung von Produkten aus den deutschen Kolonieen. 2) Präparat des menschlichen Gehörorgans.


