16
Vorschulklasse 3.
Ordinarius: Vorschullehrer Liese.
Religionslehre Ev. Leichte biblische Geschichten des Alten und Neuen Testaments; im
3 St. w. Anschluss daran passende Bibelsprüche und Liederverse. Liese. Fchreiblesen Durcharbeitung der Hanauer Fibel. Tägliche lbung im Lesen und Schreiben.
7 St. w. Auswendiglernen einer Anzahl leichter Gedichte. Liese. AnschanungsunterrichtBehandlung der Hölzel'schen Bilder„Die vier Jahreszeiten“ und der Bilder
2 St. w. zu Hey'schen Fabeln. Liese. kechnen Der Zahlenkreis von 1— 100; Addition und Subtraktion der Grundzahlen;
5 St. w. das kleine Einmaleins bis 5. Liese.
Technischer Unterricht. a. Singen.
I. Chorabteilung: Quarta-Prima. Geistliche, Volks- und Kunst-Lieder für gemischten Chor. Wöchentlich 2 UÜbungsstunden und 1 Chorstunde.
II. Quinta A und B komb. Kreuz. und B-Tonarten, Dur- und Molltonleitern, Dreiklänge derselben, Dominant-Septakkord, Stimm- und Preffübungen. Zweistimmige Volkslieder, Duette von Mendelssohn und Abt mit Klavierbegleitung, Choralmelodieen. Wöchentlich 2 Stunden.
III. Sexta A und B komb. Rhythmische und melodische Ubungen, Tonleiter von Cdur, Dur- und Molldreiklang. Einstimmige Volkslieder unl Choräle. Wöchentlich 2 Stunden. Liese.
b. Schönschreiben.
Sexta. Die deutschen und lateinischen Buchstabenformen in genetischer Reihenfolge. Quinta. Übung in deutscher und lateinischer Schrift. Collmann.
Quarta. Fortgesetzte Übung im geläufigen Schreiben. Rundschrift. A: Collmann. B: Wolff. c. Zeichnen.
a. Freihandzeichnen.
Quinta A und B.(2 St. w.) Die gerade Linie(Senkrechte, wagrechte, schräge); ihre Zusammensetzung. Quadrate, Rechtecke, Achtecke, Drei- und Sechsecke und verschiedene aus diesen Hauptformen entwickelte Muster; Bandverschlingungen. Anlegen der Muster mit Aquarellfarben. (Lasur).
Quarta A und B.(2 St w.) Die krumme Linie, Kreis, Ellipse, Oval; Verwendung der- selben zu Mustern. Verschiedene Blatt- und Blütenformen nach Vorzeichnungen an der Schultafel. Abänderungen sowie Zusammensetzungen gezeichneter Formen zu kleinen Mustern nach gegebenen Motiven. Anwendung von Lasur- und Deckfarben.
Unter-Tertia A und B.(2 St. w.) Körperzeichnen nach grossen Gipsmodellen. Es werden Würfel, Prisma, Pyramide, Cylinder, Kegel und Kugel zuerst im Umriss, dann mit Berück- sichtigung von Licht und Schatten gezeichnet, im Anschluss daran verwandte Formen.
Ober-Tertia A und B.(2 St. w.) Gipszeichnen: Zuerst im Umriss, dann mit Berück- sichtigung von Licht und Schatten. Es werden einfache, gerad-, krumm- und gemischtflächige Modelle sowie schwierigere Ornamente ausgeführt in Wischkreide, Bleistift und Tusche.


