k. Berufsberatung.
In den Herbſtferien veranſtaltete das hieſige Landgericht in dankenswerter Weiſe einen Kur⸗ ſus, der den zukünftigen Juriſten unter den Abiturienten einen erſten Einblick in das Rechtsleben gewähren ſollte. Die Berufsberatung hatte im Kollegium St.⸗Rat Dr. Waldeck übernommen, ſein Rat wurde nur in wenigen Fällen in Anſpruch genommen. Die eigentliche Berufswahl trafen alle abgehenden Schüler ſelbſtändig. Auf miniſterielle Anordnung empfiehlt die Schule ihren abgehenden Zöglingen keine Lehrſtellen mehr, ſondern überläßt die Stellenvermittlung ganz den Berufsämtern, da dieſe in der Regel beſſer als die Schule ſich ein Urteil daüber ver⸗ ſchaffen können, ob die angebotenen Lehrſtellen wirklich empfehlenswert ſind. Ein wichtiger Teil der in der Schule möglichen Berufsberatung beſteht darin, auf die Eltern einzuwirken, daß für die höhere Schule nicht geeignete Kinder rechtzeitig einem praktiſchen Berufe oder einer Schul⸗ art mit geringeren Anforderungen zugeführt werden.
IV. Der Elternbeirat.
Der Elternbeirat war im Berichtsjahr neu zu wählen. Eine Wahlhandlung erübrigte ſich, da nur ein Vorſchlag eingereicht wurde, auf Grund deſſen der Elternbeirat ſich folgendermaßen zu⸗ ſammenſetzt:
1. Herr Konrektor Roth
2. Herr Kreismedizinalrat Dr. Schulze
3. Herr Bürgermeiſter Dr. Müller
4. Herr Pfarrer Blendin, Wachenbuchen
5. Frau Amtsgerichtsrat Kleinmann. Zum Vorſitzenden wurde Bürgermeiſter Dr. Müller, zum Schriftführer Konrektor Roth wieder⸗ gewählt.
Der Elternbeirat beſchäftigte ſich in drei Sitzungen mit verſchiedenen die Elternſchaft inter⸗ eſſierenden Schulangelegenheiten, im beſonderen mit dem Ausbau des Werkunterrichts und des Schulmuſiklebens, ſowie mit Fragen der geſundheitlichen Fürſorge. Er beſchloß, durch ſeinen Vorſitzenden die in der Chronik erwähnte Sammlung für einen Prämienfonds einzuleiten. Für das rege Intereſſe an der Arbeit der Schule ſei den Mitgliedern des Elternbeirats auch an dieſer Stelle herzlichſt gedankt. Mit Schluß des Schuljahres ſcheidet der Vorſitzende, Herr Bürger⸗ meiſter Dr. Müller, aus dem Elternbeirat aus, den er fünf Jahre hindurch geleitet hat. Die An⸗ ſtalt verliert in ihm einen tatkräftigen und warmherzigen Berater, dem ſie für wertvolle Unter⸗ ſtützung zu wärmſtem Danke verpflichtet iſt.
V. Verſchiedenes.
Das Anſtaltsgebäude, das im Auguſt 1925 neu bezogen wurde, hat ſich in dem ver⸗ floſſenen erſten Schuljahre als durchaus wohnlich bewährt. Es wurde verſchiedentlich von Kom⸗ miſſionen aus Städten, die Schulneubauten planen, beſichtigt. Der günſtige Eindruck wird ver⸗ ſtärkt durch die vorbildliche Drdnung und Sauberkeit, auf die der Hausmeiſter Ziegler hält, der ſeit 20 Jahren bei zweifachem Umzug der geſamten Schule, bei Brand und langjähriger Notunter⸗ kunft der Hohen Landesſchule treueſte Dienſte geleiſtet hat.— Aus beſonders bewilligten Staats⸗ mitteln wurde dem Schulhof eine einfache Einrichtung für Turnunterricht gegeben. Dies war umſo nötiger, als ein Antrag, die ſeit vielen Jahren erſtrebte eigene Turnhalle zu bauen, wieder zurückgeſtellt wurde.
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