Jahrgang 
1927
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g. Teilnahme am wahlfreien Anterricht. Es nahmen teil:

an der philoſophiſchen Arbeitsgemeinſchaft.. 11 Schüler an der geſchichtlichen Arbeitsgemeinſchaft... 5 Schüler an der geologiſchen Arbeitsgemeinſchaft.... 72 Schüler an der biologiſchen Arbeitsgemeinſchaft.... 3 Schüler am wahlfreien Engliſch........23 Schüler

h. a) Vom Leben der Schülerſchaft.

Schülerſelbſtverwaltung. Unſere Schule iſt ſchon jahrelang vor dem Kriege auf dieſem Ge⸗ biete den meiſten anderen Schulen vorangegangen. Der Gedanke, der den Lehrkörper bei der Ein⸗ führung der S. S. leitete, war der, bei den Schülern Teilnahme und Verſtändnis für das Leben der Schule und für ihre Einrichtungen durch Mitarbeit zu erwecken und zu erhalten.

1) Jede Klaſſe wählt halbjährlich ihren Vertrauensmann ljetzt:Sprecher), der die Aufſicht vor Beginn des Unter⸗

richts zu führen und für Ordnung zu ſorgen hat. Die anderenKlaſſenbeamten ſind ſpäter hinzugekommen. Alle dieſe Amter werden in der Regel ſorgfältig geführt.

2) Die Primaner wählen aus ihren Reihen dieHelfer für die 6 unteren Klaſſen. Deren Aufgabe iſt einmal die Oberaufſicht in ihrer Klaſſe, beſonders die Unterſtützung des Sprechers, ferner die Mithilfe bei der Aufſicht auf den Fluren, dem Hofe und in der Radhalle. Auch haben ſie das Recht, Wünſche ihrer Klaſſe bei den Lehrern vorzubringen, ſelbſt wenn es ſich um Beſchwerden einzelner Schüler handelt. Dieſes Amt erfordert ſchon mehr Tatkraft und Takt, und auch hier kann man im allgemeinen mit dem Erfolge zufrieden ſein, wenn man die Er⸗ wartungen nicht zu hoch ſpannt.

3) Die Helfer wählen unter ſich einen Vorſitzenden des Helferausſchuſſes und einen Berater aus dem Lehrkörper (im Berichtsjahre St.⸗Rat Humpf). Der Berater unterſtützt die Helfer nötigenfalls gegen die Schüler und bringt ihre Wünſche vor, verteilt die Arbeit und berät mit dem Ausſchuß, z. B. die Vorbereitung der Schulfeſte.

4) Während alſo die alten Einrichtungen unſerer S. S. ſich im ganzen bewährt haben, kann man das von der Klaſſengemeinde und von derSchulgemeinde nicht ſagen; weil dieſen ernſthafte Aufgaben fehlen, haben ſie ſich nicht eingebürgert. St.⸗R. Humpf.

Schillerkränzchen. Das unter dem Protektorat des Herrn Studienrat Dr. Waldeck ſtehende Schillerkränzchen zählt gegenwärtig neun aktive und 69 inaktive Mitglieder. Im verfloſſenen Jahre ſtanden Dichtungen von Walter Haſenclever, Max Halbe, Gerhart Hauptmann, Friedrich Hebbel, Hermann Heſſe und Eberhard König im Mittelpunkt der Arbeit. Daneben wurde aus den Wer⸗ ken Grillparzers, Ludwig Thomas und Rudolf Presbers geleſen. Den Schluß des Vereinsjahres bildete ein Balladenabend. Über die neuzeitliche Literatur wurde an Hand derLiterariſchen Welt in ſtändigen Referaten Bericht erſtattet. Auch ein politiſches Referat wurde eingerichtet; die ver⸗ ſchiedenſten Tageszeitungen boten hinreichend Stoff zu ausführlichen Debatten. Alter Tradition des Kränzchens gemäß wurde am 5. Januar 1927 im Beiſein des Protektors der Vereinigung das Weihnachtsfeſt gefeiert. Alle aktiven und zahlreiche inaktive Schillerbrüder hatten ſich mit Ange⸗ hörigen in Klein⸗Steinheim eingefunden. Ein abwechslungsreiches Programm ließ keine Lange⸗ weile aufkommen. Mit dem üblichen Tänzchen ſchloß das Feſt. UI Jäger.

Ruderverein. Zum Verein gehörten 25 Schüler der vier Oberklaſſen. Sofort bei Beginn des Schuljahres wurde mit der Ausbildung der neuen Mitglieder begonnen, die Stud.⸗Rat Dr. Thielemann übernahm. Der Verein ſtand unter dem Vorſitz des OI Weber. Im Mai konnte den Ru⸗ derern ein neues Boot zur Verfügung geſtellt werden, für das die Mittel in großzügiger Weiſe von der Elternſchaft geſtiftet worden waren. Weitere 200 Mk. ſpendete der Staat, die für vier neue Rennriemen und für die Ausbeſſerung des alten VierersSturio verwandt wurden. Am 26. Juni fand die Taufe des neuen GigvierersHola(Hohe Landesſchule) in der Badeanſtalt

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