Den Muſikunterricht, für den nach dem Ausſcheiden des Studienrats Wagner eine Lehrkraft innerhalb des Kollegiums nicht mehr vorhanden war, übernahm mit Genehmigung des Provin⸗ zialſchulkollegiums Herr Junglehrer Möller, der ſich ſeiner Aufgabe, das Muſikleben der Schule zu entwickeln, weit über die Zahl ſeiner Dienſtſtunden hinaus widmete und, wie aus dem Bericht auf S. 9 zu entnehmen, ſchöne Erfolge erzielte. Die Anſtalt iſt ihm zu großem Danke verpflichtet. — Beſonderen Dant ſchuldet ferner das Kollegium ſeinem früheren Senior, Herrn Prof. Thieme, der die Verwaltung der Anſtaltsbibliothek, die er ſeit 20 Jahren führt, im Ruheſtande beibehalten und damit dem ſeit der Abbauzeit bedenklich überlaſteten Kollegium eine mühevolle Mehrarbeit ab⸗ genommen hat. Es dürfte von allgemeinem Intereſſe ſein, hier feſtzuſtellen, daß der Bibliothekar im Laufe des Schuljahres 885 Arbeitsſtunden ſeiner Aufgabe gewidmet hat.
Mit Schluß des Schuljahres ſcheidet aus dem Kollegium Studienrat Dr. Heiler, der auf ſeinen Wunſch an das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt Wiesbaden verſetzt worden iſt. Er hat zehn Jahre an der Hohen Landesſchule gewirkt und ſich um die Anſtaltsgeſchichte beſondere Verdienſte erworben, wie er auch in weiteren Kreiſen als führendes Mitglied des Hanauer Geſchichtsver⸗ eins bekannt war. Mehr als nur lokales Intereſſe hat ſeine Geſchichte unſerer Schule im 17. Jahr⸗ hundert, die 1925 als Feſtſchrift zur Einweihung des neuen Schulgebäudes erſchien. Auch ſeine Lehrtätigkeit war allgemein beſonders geſchätzt. Bei der Schlußfeier des Schuljahres wurde ihm der Dank der Anſtalt ausgeſprochen. 3
Der Geſundheitszuſtand des Kollegiums war nicht gut: wegen leichter Krankheits⸗ fälle war an 40 Tagen Vertretung nötig; vor den Herbſtferien mußten St.⸗R. Thielemann für vier Wochen, Zeichenlehrer Chriſt für drei Wochen den Unterricht ausſetzen. In dieſer Zeit konn⸗ ten die unbeſchäftigten Junglehrer Krauſe und Werkmann zur Aushilfe herangezogen werden.
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