Jahrgang 
1925
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(Hornberg, Horneck, Gundelsheim Dann gings weiter zunächſt zu Fuß nach Jagſtfeld, darauf mit der Bahn nach Heilbronn. Hier beſichtigten wir das Rathaus, das Archiv der alten freien Reichsſtadt Heilbronn und die Kilianskirche, deren Turm beſtiegen wurde. Nun führte uns die Bottwartalbahn am Wunnenſtein vorbei nach der Schillerſtadt Marbach, dem Höhepunkt der ganzen Reiſe, wo die alten Beziehungen unſerer Schule zu Marbach wieder neu belebt werden ſollten. Hatten doch 1880 ſieben Hanauer Gymnaſiaſten durch einen erfolg⸗ reichen Aufruf an ihre deutſchen Mitſchüler mitgeholfen zur Erhaltung des gefährdeten Geburtshauſes Schillers und ein Legat geſtiftet, aus deſſen Zinſen alljährlich einem Schüler der Marbacher Lateinſchule ein Buch an Schillers Geburtstage alsHanauer Preis gegeben wurde. Die Wanderſchar wurde am Bahnhof willkommen geheißen von Herrn Stadtpfleger⸗Kopf, Herrn Latein⸗ ſchulrektor Fichtel und dem Vertreter des Schillervereins Herrn Fabrikant Albrecht. Beſondere Verdienſte um die Anterbringung der Schüler bei gaſtfreien Marbacher Bürgern erwarb ſich Herr Verwalter Nagel. Noch am 8 gleichen Abend trafen ſich Gäſte und Gaſtgeber imBären, wo es auch an einem Tänzchen nicht fehlte. Am 16. 9. beſichtigten wir das Schillerhaus und das Schillernationalmuſeum eingehend, am Nachmittag unter Führung von Herrn Nagel die Schlöſſer Monrepos und Favorite, ſowie das Reſidenzſchloß in LCudwigs⸗ burg, endlich die Geburtshäuſer von David Friedrich Strauß, Juſtinus Kerner, Friedrich Viſcher und Moöricke 8 in Ludwigsburg. Abends fuhren wir mit der Bahn nach Weinsberg. Auch hier erhielten die Schüler freie Bürgerquartiere auf Veranlaſſung des Marbacher Schillervereins und durch Vermittlung des Stadiſchuſthheißen Weinbrenner. 3 Am 17. 9. zeigte uns Herr Notar Gramer die Weibertreu, die Helfenſteinlinde, das Kernerhaus, das Kernergrab und das Römerbad. Dann gings zu Fuß nach Neckarſulm und von da mit der Bahn nach Zwingen⸗ berg a. N. Hier fand die Fahrt durch eine beſonders ſtimmungsvolle abendliche Kahnfahrt nach Kerboch ihre Abſchluß. Voll erhebender, unvergeßlicher Eindrücke kamen wir wieder in Hanau an. Die Oberprimaner und das Schillerkränzchen ſammelten nun in kurzer Zeit 300 Mark, um das Hanaue Legat von 1889 neu erſtehen zu laſſen und ließen das Geld mit einer von Herrn Zeichenlehrer Alrich kunſtvoll entworfenen Urkunde an Schillers Geburtstag durch eine Abordnung von 3 Primanern(Zehner, Bock und Roth⸗ dem Marbacher Schillerverein einhändigen. Deſſen Vorſitzender, Herr Stadtoberſchultheiß Dr. Forſtner, und Studienrat Dr. Heiler hielten dabei im Schillerhaus während der Schillerfeier der Lateinſchule entſprechende An⸗ ſprachen. Auch legten die Schüler einen Kranz am Schillerdenkmal nieder. Beſonders ſei auch Herrn Geheimrat o/. Güntter, dem Vorſitzenden des Schwäbiſchen Schillervereins, gedankt, der uns auch in die verborgenen Schätze des Marbacher Schillermuſeums einen Blick tun ließ.

Der Geſundheitszuſtand der Schüler war normal. Ihr Kräftezuſtand hat ſich gegenüber dem Zuſtand der Kriegs⸗ und Nachkriegsjahre gebeſſert. 4

i Schulgeld, Freiſtellen, Hilfsbücherei, Stiftungen

Das Schulgeld betrug am 1. April 1924 6 Mark monatlich, und wurde am 1. Mai⸗ 8 auf 10 Mark, den gegenwärtigen Satz, erhöht. Die Aufnahmegebühr beträgt 3 Mark. Haben 4 Erziehungsberechtigte mehrere Kinder auf öffentlichen, allgemeinbildenden höheren Lehranſtalten 4 oder Hochſchulen, ſo tritt eine Ermäßigung des Schulgeldſatzes ein, und zwar uum 25% bei dem 2. Kinde, um 30% bei dem 3. Kinde. Weitere Kinder ſind ſchulgeldfrei. Ferner können bedürftigen und würdigen Schülern Freiſtellen gewährt werden und zwar können bis zu 10% des Schulgeldaufkommens hierfür bereitgeſtellt werden. Für dieſe Freiſtellen, welche im Dienſie einer planmäßigen Schülerausleſe ſtehen, kommen nur ſolche Schüler in Betracht, welche 4 ſich durch tüchtige Leiſtungen und ſittliches Wohlverhalten auszeichnen. Geſuche um ſolche Freix. ſtellen ſind erſtmalig am Semeſterbeginn an den Direktor einzureichen und jährlich zu Oſtern zu erneuern. Im erſten Schuljahr werden Freiſtellen dieſer Art in der Regel nicht verliehen. Im Berichtsjahr wurden 16 ganze und 4 halbe Freiſtellen verliehen. 7 ½% des geſamten Schulgeldaufkommens(im Berichtsjahr zirka 1600 Marb) ſtehen der Schülerhilfsbücherei zur Verfügung.

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