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zunächst eine Untersuchung betreffs der verbotenen Schülerverbindungen vor und stellte fest, daß von den 12 Abiturienten nicht weniger als 9 einer solchen angehört hatten. Diese wurden vorläufig von der mündlichen Prüfung ausgeschlossen und mußten, anstatt die ersehnte Entlassung aus der Schule zu erhalten, bis zum Schlusse des Schuljahrs die Schule weiter besuchen. Zur mündlichen Prüfung wurden sie zwar nachträglich ausnahmsweise zugelassen,(sie soll am 20. März stattfinden,) jedoch mit der Bestimmung, daß bei keinem von ihnen eine Betreiung von der ganzen Prüfung oder von einzelnen Teilen derselben in Frage kommt. Den drei Abiturienten, welche sich den verbotenen Verbindungen fern gehalten hatten: Joseph von Eiff, Adolf Sopp und Franz Willmann wurde am 19. Februar die Reife zuerkannt. Zwei von ihnen wurden von der münd- lichen Prüfung gänzlich befreit, einer wurde einer kurzen Prüfung im Lateinischen unterzogen. Sie wurden am 15. März feierlich aus der Anstalt entlassen.
Im Laufe des Winterhalbjahres fanden die üblichen nicht öffentlichen Klassenprüfungen in Gegenwart der Mitglieder des Lehrerkollegiums statt.
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VI. Statistische Ubersicht.
A. Bestand des Lehrerkollegs im März 1902.
a) Der Direktor: Dr. Philipp Braun.
b) 10 Oberlehrer: 1. Dr. Otto Wackermann, Professor(Rang d. R. 4. Kl), 2. Hermann Schaub, Professor(Rang d. R. 4. Kl.), 3. Dr. Gustav Vomberg, Professor,(Rang d. R. 4. Kl.), 4. August Schmitz, Professor,(Rang d. R. 4. Kl.), 5. Wilhelm Henkel, Professor,(R. d. R. 4. Kl.), 6. Dr. Ludwig Müller, 7. Hermann Reinhard, 8. Richard Mascher, 9. Dr. Wilhelm Küster, 10. Ernst Thieme.
c) 1 wissenschaftlicher Hülfslehrer Gustav Kühnemuth.
d) 1 Zeichenlehrer: Christian Mangold.
e) 1 beauftragter Lehrer: Kaplan Johannes Pfeifer(für kath. Religion).
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B. Religions- und Heimatsverhältnisse der Schüler.
Erangel. Kathol. Diss. Juden. Iinh. aeswirt. Kusländ.
1. Am Anfang des Sommersemesters 146 30 1 10 111 59 17 2. Am Anfang des Wintersemesters 144 29 1 9 106 60 17 3. Am 1. Februar 1902 145 29 1 3 108 59 17
Das Zeuguis für den einjährigen Militärdienst haben erhalten Ostern 1901 13 Schüler, von denen 2 zu einem praktischen Berufe abgegangen sind.
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