Jahrgang 
1902
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11. vom 9. November 1901 S. 8611. Mitteilung der am Schlusse dieses Jahresberichtes abgedrucktenBe- stimmungen über die Versetzung der Schüler an den höheren Lehranstalten.

12. vom 26. November 1901 S. 8781 betr. Neuordnung der Reifeprüfung an den neunstufigen höberen Schulen von Ostern 1903 an.

13. vom 2. Dezember 1901 S. 8223. Berücksichtigung der Witterungskunde beim physikalischen Unterricht wird empfohlen.

14. vom 2. Februar 1902 S. 650. Ein Exemplar der neu erschienenen Monatsschrift für höhere Schulen von Köpke u. Matthias wird der Anstalt geschenkweise zugewiesen.

III. Chronik der Anstalt.

Anderungen im Bestand des Lehrerkollegiums.

Mit dem Beginn des Schuljahrs trat in das Lehrerkollegium der Anstalt ein der wissenschaftliche Hilfslehrer Gustav Kühnemuth.

Gustav Kühnemuth, geboren am 27. März 1871 zu Frankershausen, Reg.-Bez. Cassel, evangel. Konf, vor- gebildet auf dem Progymnasium zu Eschwege und dem Gymnasium zu Heiligenstadt, studierte von Herbst 1892 ab zu Marburg und Berlin Theologie, Geschichte und Deutsch und bestand im Winter 1897/98 das theologische Staats- examen und im Sommer 1898 die Prüfung pro facultate docendi. Im Oktober 1898 trat er als Seminarkandidat beim Kgl. Friedrichsgymnasium zu Cassel und im Oktober 1899 als Probekandidat am Kgl. Wilhelmsgymnasium zu Cassel ein, nahm im Winter 1900/01 am Turnkursus der Kgl. Tarnlehrerbildungsanstalt zu Berlin teil und wurde Ostern 1901 dem Kgl. Gymnasium zu Hanau als wissenschaftlicher Hilfslehrer überwiesen.

Zu Anfang Februar stellte der katholische Religionslehrer, Kaplan Heinrich Goebel, infolge seiner Versetzung nach Cassel seine Thätigkeit an der Austalt ein. Er ist nur kurze Zeit hier thätig gewesen, hat sich aber in dieser kurzen Zeit die Hochachtung und Zuneigung seiner Kollegen wie seiner Schüler zu gewinnen verstanden, sodaß alle ihn ungern scheiden sahen. An seine Stelle

trat Kaplan Johannes Pfeifer.

Johannes Pfeifer, geboren am 6. Februar 1869 zu Orb, katholischer Konfession, erhielt seine Vorbildung auf der Lateinschule zu Geisa und auf dem Gymnasium zu Fulda, wo er Ostern 1901 die Reifeprüfung bestand. Nach- dem er dann an der philosophisch-theologischen Fakultät zu Fulda Theologie studiert hatte, ward er am 21. De- zember 1899 zum Priester geweiht und war als solcher zunächst aushilfsweise in Gersfeld und an der Stadtpfarrei Fulda thätig, erhielt dann seine erste Anstellung als Kaplan in Amöneburg, wo er zugleich die Leitung der dortigen Lateinschule hatte. Am 15. Oktober 1898 ward er als Kaplan nach Hersfeld versetzt und zugleich mit Erteilung des katholischen Religionsunterrichtes am dortigen Gymnasium beauftragt. Vom 15. Januar 1900 an hatte er die Stelle des ersten Kaplans an der katholischen Gemeinde zu Cassel inne und wurde am 1. Februar 1902 in gleicher Eigen- schaft nach Hanau versetzt.

Die Aufnahmeprüfungen fanden am 15. April statt. Es traten neu- in die Anstalt ein 32 Schüler, die bei der feierlichen Eröffnung des Schuljahres am 16. April auf die Schulordnung ver- pflichtet wurden.

Am 21. Mai machten die Schüler der Klassen außer Prima Ausflüge in die Umgegend von Hanau. Während der Pfingstferien machten 20 Schüler der Ober- und Unterprima unter Leitung des Professors Vomberg und des Unterzeichneten einen sehr lohnenden Ausflug in die Vogesen.

Die Pfingstferien dauerten vom 26. bis zum 29. Mai, die Sommerferien vom 7. Juli bis zum 5. August, 3