Jahrgang 
1901
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8. vom 3. November 1900 S. 7501. Zwei Exemplare des PrachtwerkesDas deutsche Kaiserpaar im heiligen Lande im Jahre 1898 wurden als Geschenk für zwei Schüler der Anstalt zugesandt. Die beiden Exemplare wurden dem Oberprimaner Jean Sauer und dem Obersekundaner Roderich Walther Weihnachten gegeben.

9. vom 9. Januar 1901 S. 8741. Die sog. Abschlußprüfung soll fortan wegfallen..

10. vom 22. Januar 1901 S. 53. Genehmigung der Einführung der lateinischen Schulgrammatik von Dr. H. J. Müller(zundchst von Sexta ab) und der kurzgefaßten griechischen Grammatik von Dr. A. Kaegi(zunächst von Untertertia ab).

11. vom 10. Januar 1901 S. 151. Zuweisung von 40 Erinnerungsblättern zum 18. Januar 1901 von

Emil Doepler als Gesehenk für Schüler. Die Blätter wurden nach Verhältnis der Schülerzahl der einzelnen Klassen

an die obersten Schüler jeder Klasse am 18. Januar verteilt.

12. vom 4. Februar 1901 S. 8381. Mitteilung der in Folge der neuen Lehrpläne eintretenden Anderung in der auf die einzelnen Fächer entfallenden Stundenzahl. 13. vom 11. Februar 1901 S. 651. Remunerierung der außeretatsmäßig beschüftigten wissenschaftlichen Hilfslehrer.

III. Chronik der Anstalt.

Anderungen im Bestande des Lehrerkollegiums.

Mit dem Schlusse des Schuljahres 1899/1900 schieden aus dem Lehrerkollegium der wissen- schaftliche Hilfslehrer Dr. Ernst Stöcker, um einer Berufung an das Gymnasium zu Myslowitz zu folgen, und der katholische Religionslehrer Kaplan Emil Weber, um eine Religionslehrerstelle an den höheren Lehranstalten in Cassel zu übernehmen. Beiden Herren sei auch an dieser Stelle für ihr treues und erfolgreiches Mitwirken der beste Dank gesagt.

Mit dem Beginn des Schuljahres traten als Lehrer an unserer Anstalt ein Oberlehrer Dr.

Wilhelm Küster, Zeichenlehrer Christian Mangold und als katholischer Religionslehrer Kaplan Heinrich Goebel.

Wilhelm Kuster, geboren am 31. August 1857 zu Holzappel, Reg.-Bez. Wiesbaden, evangel. Konf., vorgebildet auf dem Gymnasium zu Hadamar und Wiesbaden, studierte von Ostern 1877 ab zu Leipzig Ge- schichte und Philologie, erwarb daselbst auf Grund einer Arbeit:Beiträge zur Finanzgeschichte des dentschen Reichs nach dem Interregnum. I. Teil: Das Reichsgut 1273 1313 die philosophische Doctorwurde und bestand im Herbst 1884 die Prüfung pro facultate docendi. Nach mehrjähriger Thäatigkeit an der von Friedr. Froebel begründeten Erziehungsanstalt zu Keilhau in Thüringen trat er beim Kgl. Gymnasium zu Wiesbaden als Probe- kandidat ein und war sodann seit Ostern 1890 in Wiesbaden, Homburg, Diez a. d. Lahn und Rinteln a./ W. als wissenschaftlicher Hilfslehrer beschäftigt. Am 1. Oktober 1896 wurde er als Oberlehrer an dem Kgl. Gym- nasium zu Fulda angestellt und am 1. April 1900 in gleicher Eigenschaft an das Kgl. Gymnasium zu Hanau versetzt.

Christian Mangold, geboren am 11. Januar 1870 zu Eschwege, erhielt seine Vorbildung zum Lehrer- peruf auf der Präparandenanstalt zu Eschwege und auf dem Kgl. Lehrerseminar zu Homberg. Am 12. März 1890 bestand er in Homburg die Lehramtsprufung und wurde am 14. April 1890 zum provisorischen Lehrer an der dortigen Stadtschule ernannt. Nachdem er vom 22. August bis 25. September 1891 einen pädagogisch- naturwissenschaftlichen Fortbildungskursus an der Landwirtschaftsschule zu Weilburg a./L. absolviert und am 27. Juni 1892 die Staatsprufung bestanden hatte, wurde er am 29. September 1892 an der Stadtschule zu Hom- berg definitiv angestellt. Behufs Vorbereitung zum Zeichenlehrerberuf besuchte er vom 1. April 1896 an die Kgl. Kunstgewerbeschule zu Cassel und bestand daselbst am 16. Juni 1899 die Prafung fur Zeichenlehrer an hoheren Lehranstalten. Darauf setzte er seine Lehrthätigkeit in Homberg fort, bis ihn das Kgl. Provinzial- Schulkollegium am 20. April 1900 mit der einstweiligen Versehnung der am Kgl. Gymnasium in Hanan neu