Jahrgang 
1899
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Die Aufnahmeprüfungen fanden am 18. April 1898 statt. Es traten nen in die Anstalt ein 35 Schüler, die am folgenden Tage, wo das Schuljahr feierlich eröffnet ward, auf die Sehulgesetee

verpflichtet wurden.

Die Pfingstferien dauerten vom 29. Mai 1. August, die Herbstferien vom 25. September bis zum 10. Oktober, Mittag des 23. Dezember bis zum 6. Januar einschließlich.

Am Mittwoch dem 18. Mai, dem Tage vor Himmelfahrt. stalt der Jahresversammlung des Vereins von Lehrern höherer Schulen unseren Höchst a./M. stattfand, bei. Ihre Lehrstunden fielen an diesem Tage aus.

Wegen grober Hitze fiel der Nachmittagsunterricht am 15., 16., 18., 19., 22. und 23. August aus.

Am 24. Mai machten einzelne Klassen unter Führung ihrer Lehrer Ausflüge in die nähere oder fernere limgebung von Hanau, die Primaner nach dem Feldberg und der Saalburg, die Ober- sekundaner in den Spessart(Gelnhausen, Bieber, Aschaffenburg), die Untersekundaner nach König- stein, Eppstein und Kronthal, die Obertertianer nach Wiesbaden, die Untertertianer über den Hahnen- kamm nach Aschaffenburg, die Quartaner nach dem Feldberg..

Das Sedanfest wurde in einer nicht öffentlichen Schulfeier in der Aula mit Gesängen, Vortrag und Deklamationen der Schüler festlich begangen. Am Schlusse der Feier teilte der Direktor unter einer Ansprache fünf Exemplare des Büxensteinschen WerkesUnser Kaiser, die ihm zu diesem Zwecke vom Kgl. Provinzial-Schulkollegium übersandt worden waren, an folgende Schüler der An- stalt aus: Karl Henkel und Georg Schaub aus Il*, Wilhelm Baumann und Willi Schwabe aus III und Karl Nessler aus V.

Am Schlusse der Herbstferien nahm der Oberlehrer Mascher an einem naturwissenschaftlich- physikalischen Ferienkursus in Frankfurt a.M. mit Genehmigung der vorgesezten Behörde Anteil.

Mit dem Beginne des Winterhalbjahres, dem 11. Oktober 1898, traten drei Schüler in die Anstalt ein.

An den Geburtstagen und Todestagen der hochseligen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich fanden die vorgeschriebenen Gedächtnisfeierlichkeiten statt.

Am 10. November, dem Geburtstage Schillers, fand in der Aula eine kleine Schillerfeier statt, über die am Schlusse dieser Chronik in einem besonderen Abschnitte etwas ausführlicher be- richtet ist.

Das Geburtsfest Allerhöchst Sr. Majestät unseres Kaisers und Königs ward in der festlich geschmückten Aula durch Gebet, Festrede, Deklamation und Gesänge gefeiert. Die Festrede hielt Oberlehrer Thieme über den Grafen v. Roon. Es kam zur Aufführung die Cantate von C. Ad. LorenzDem Kaiser Heil!, Dichtung von Franz Treller(Chorgesänge mit eingelegten Dekla- mationen). Die Darbietungen fanden bei den zahlreich erschienenen Gästen, den Eltern und An- gehörigen der Schüler, sowie den geehrten Freunden und Gönnern der Anstalt ungeteilten Beifall. Am Schlusse der Feier wurde von dem Direktor ein Exemplar des Prachtwerkes von Wislicenus Deutschlands Seemacht sonst und jetzt dem Oberprimaner Reinhard Fresenius übergeben unter Hinweis darauf, daß von Sr. Majestät dem Kaiser und Könige eine größere Anzahl von Exemplaren dieses Werkes zur Verteilung an besonders gute Schüler deutscher höherer und mitt- lerer Schulen zur Verfügung gestellt worden sei.

Der schriftliche Teil der Reifeprüfung, zu der sich 13 Oberprimaner gemeldet hatten, dauerte vom 30. Januar bis 3. Februar. Die mündliche Prüfung fand am 17. März unter Vorsitz des

bis 1. Juni, die Sommerferien vom 3. Juli bis die Weihnachtsferien vom

wohnten die meisten Lehrer der An- Provinz, die in