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18. Desgl. vom 16. Januar 1897 S. 113. Die Verpflichtung zur Einholung des Ehekonsenses für Staatsbeamte wird aufgehoben. An ihre Stelle tritt die Anzeigepflicht von der vollendeten Eheschliessung.
19. Desgl. vom 22. Januar 1897 S. 451. Die Einführung der Auswahl französischer Gedichte von Gropp und Hausknecht wird genehmigt..
20. Desgl. vom 8. Februar 1897 S. 261. Kandidaten des höheren Schnulamts sind fortan allgemein nach er- langter Anstellungsfähigkeit bei der thatsächlichen ijbernahme eines Amtes, in der Regel also bei der ersten kommissarischen Beschäftigung an einer höheren Lehranstalt durch den Direktor zu vereidigen.
21. Desgl. vom 9. Februnar 1897 S. 757 betr. die Feier des 100jährigen Geburtsfestes Seiner Majestät des hochseligen Kaisers Wilhelms des Grossen.
22. Desgl. vom 11. Februar 1897 S. 871 betr. das Gedächtnis des 100 jährigen Geburtstages Philipp Melanchthons.
23. Desgl. vom 23. Februar 1897 S. 1002. Die Anschaffung des Werks des Kapitänlieutenants a. D. Wislicenus„Deutschlands Seemacht sonst und jetzt“ für die Bibliothek wird empfohlen.
III. Chronik der Anstalt.
Folgende Veränderungen im Bestand des Lehrerkollegiums sind im Laufe des Schuljahrs eingetreten:
Nachdem durch Erlass des Herrn Ministers vom 7. April 1896 die Genehmigung zur Teilung der Unter- und Oberprima— ausser in Physik und Religion— für das Schuljahr 1896/97 erteilt worden war, wurde der Kandidat des höheren Schulamts Joseph Schlitt, bis dahin be- schäftigt an dem Gymnasium zu Montabaur, der Anstalt zur Beschäfrigung überwiesen. Durch
Verfügung vom 22. Juni 1896 S. 4113 wurde dieser vom 1. April 1896 ab zum Oberlehrer ernannt. Franz Joseph Schlitt, geboren 2. Februar 1860 in Thalheim, Kreis Limburg a. Lahn, besuchte von Ostern 1874 bis Michaelis 1881 das Königl. Gymnasium in Hadamar. Von dort mit dem Reifezeugnis entlassen, widmete er sich auf den Universitäten Berlin und Marburg dem Studium der Philologie und Philosophie. Nachdem er dort im Januar 1886 die Prüfung für das höhere Lehramt bestanden hatte, wurde er Ostern desselben Jahres vom Königl. provinzial-Schulkollegium in Kassel dem Gymnasium in Hanau zur vorschriftsmässigen Ableistung des Probejahres überwiesen. Seit Ostern 1887 bekleidete er die Stelle eines wissenschaftlichen Hilfslehrers am Kaiser Wilhehns- Gymnasium in Montabaur, bis er Ostern 1896 gunächst als Hilfslehrer an das Königl. Gymnasium in Hanau berufen wurde. Im Laufe des Monats Juni erfolgte dann seine Ernennung zum Oberlehrer an der hiesigen Anstalt.
Mit dem Schlusse des Schuljahres stellten der Kandidat des höheren Schulamts Fried- rich Engelhardt, der mit Vertretung eines erkrankten Lehrers beauftragt gewesen war, S0- wie der Kandidat des höheren Schulamts Dr. Karl Rot tlaender, der an der hiesigen Anstalt sein Probejahr abgeleistet hatte, ihre Thätigkeit an der Anstalt ein.
Durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 11. April 1896 S. 200 und durch weitere vom 11. August 1896 S. 5277 wurde der Oberlehrer Gustav Wiegand zur Herstellung seiner angegriffenen Gesundheit bis zum Schlusse des Monats September beur- laubt. Mit seiner Vertretung War der Kandidat des höheren Schulamts Ernst Dietz aus
Lispenhausen beauftragt.
Durch Patent vom 19. Sellember 1896 U. II Nr. 3027 wurde dem Oberlehrer Wilhelm
Henkel der Charakter als Professor verliehen.


