9
Griechische Sprache. 6 St. w. Homers Odyssee IX—XII mit Auswahl. Geeignete Stellen wurden auswendig gelernt. Xenophons Anab. IV i. S., Xen. Hell. III und IV mit Aus- wahl i. W. 4 St. w. Präpositionen, Syntax des Nomens(Artikel, Pronomen und Kasuslehre) nach Waldeck, Schulgrammatik§ 102—121. Wiederholung der Formenlehre, Ubungen im münd- lichen UÜbersetzen nach Seyffert. Alle 14 Tage eine schriftliche Übersetzung ins Griechische, ab- wechselnd Hausarbeit und Klassenarbeit, von Zeit zu Zeit eine schriftliche Ubersetzung ins Deutsche. 2 St. w.(Schaub).
Französische Sprache. 3 St. w. Grammatike Plötz' Grammatik, Lekt. 50— 79 nach dem systematischen Teile. Extemporalien, Diktate und Hausarbeiten. Zektüre: Moeurs et coutumes des croisades(aus: Histoire des croisades par J. F. Michaud) ed. Hummel. Im Anschluss an die Lektüre Sprechübungen.(Wenning)
Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Deutsche Geschichte von 1740 bis zur Gegen- wart nach Eckertz. Wiederholung der Erdkunde Europas und elementare mathematische Erdkunde nach Daniels Leitfaden. Kartenskizzen.(Wenning).
Mathematik. 4 St. w. Gleichungen vom 1. Grad mit einer und mehreren Unbekann- ten und Gleichungen vom 2. Grad mit einer Unbekannten, Erweiterung des Potenz- und Wurzel- begriffts auf negative und gebrochene Exponenten, Logarithmen nach Bardey. Kreisberechnung, Konstruktionen nach Koppe. Elemente der Trigonometrie, elementare Körperberechnung.(Henkel).
Physik. 2 St. w. Leichtere Kapitel aus der Lehre vom Magnetismus, von der Elek- tricität, vom Schall und vom Licht; Einführung in die Chemie nach Koppe-Husmann 1. Teil.(Henkel).
Ober-Tertia.
Ordinarius: Oberlehrer Wiegand(von Ostern bis Michaelis w. H. L. Dietz).
Religionslehre. 2 St w. a) evangelische. Das Reich Gottes im N. T. Lesen ent- sprechender bibl. Abschnitte. Bergpredigt und Gleichnisse des Herrn. Wiederholung der Katechis- musaufgabe und der früher gelernten Lieder und Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers.(Reinhard). b) katholische. S. Obersekunda.
Deutsche Sprache. 2 St. w. Lektüre nach dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek (insbesondere Schillers Lied von der Glocke) und Schillers Wilhelm Tell. Belehrungen aus der Rhetorik und Poetik. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Alle 4 Wochen ein Auf- satz.(Scha ub).
Lateinische Sprache. 7 St. w. Lektüre: 4 St. w. Caes. de bello gall. III, IV und V, Ovids Metamorphosen I, II und III mit Auswahl. Erklärung und Einübung des daktylischen Hexa- meters. Grammatik: 3 St. w. Wiederholung und Ergänzung der Tempus- und Moduslehre, Ab- schluss der Verbalsyntax nach Ellendt-Seyffert. Mündliche und schriftliche Übersetzungen aus dem UÜbungsbuch von Ostermann-Müller für Tertia. Alle 8 Tage eine Klassenarbeit oder eine häusliche Arbeit. Alle 6 Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche Übersetzung ins Deutsche.
(Im Sommer Dietz, im Winter Wiegand). 2


