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18) Verf. Kgl. Prov.-Schulk. 12. Januar 1891, S. 102. Mitteilung der Bekanntmachung des Königlichen Staatsministeriums, betr. Anderungen in dem Berechtigungswesen der höheren preussischen Lehranstalten nebst Ab- schrift des Allerhöchsten Genehmigungs-Erlasses vom 1. Dezember 1891.
19) Verf. Kgl. Prov.-Schulk. 25. Januar 1892. Mitteilung eines Ministerial-Erlasses betr. Abänderung der Ferienordnung dahin, dass die Schüler nicht genötigt sind, die Sonn- und Festtage zum Reisen zu benutzen.
20) Verf. Kgl. Prov.-Schulk. 9. Februar 1892 betr. zweckmässige Verwèndung der vorhandenen Lehrkräfte im nächsten Schuljahr.
21) Verf. Kgl. Prov.-Schulk. 16. Februar 1892, S. 769. Dem ordentlichen Lehrer Wenning wird ein Urlaub
von drei Monaten zur Herstellung seiner gestörten Gesundheit gewährt. Die Vorschläge zu seiner Vertretung werden genehmigt.
III. Chronik der Anstalt.
Mit dem Schlusse des Schuljahres schieden von unserer Anstalt die wissenschaftlichen Hülfslehrer Dr. Spohr und Dr. Heraeus, jener um an dem Gymnasium zu Corbach beschäftigt zu werden, dieser um in den hessischen Staatsdienst überzutreten und zunächst eine Lehrerstelle an dem Gymnasium zu Offenbach zu übernehmen.
Das neue Schuljalm wurde am 6. April, nachmittags 4 Uhr in gewohnter Weise eröffnet, nachdem am Vormittag desselben Tages die Prüfung der neuangemeldeten Schüler stattgefunden hatte. Es wurden im ganzen 27 Schüler in die verschiedenen Klassen aufgenommen.
An Stelle des wissenschaftlichen Hülfslehrers Dr. Spohr trat der wissenschaftliche Hülfslehrer Ludwig Baumann hier ein, der jedoch mit dem Schlusse des Sommersemesters schon wieder unsere Anstalt verliess, um eine Lehrerstelle am Gymnasium zu Hersfeld zu versehen.
Vom 28. April bis zum 6. Mai war der Direktor in Familienangelegenheiten beurlaubt.
In den Tagen vom 25. bis 28. Mai unterzog der Herr Generalsuperintendent Fuchs aus Cassel den evangelischen Unterricht an unserer Anstalt einer Revision
Montag den 25. Mai starb plötzlich nach kurzem Krankenlager der langjährige Schuldiener der Anstalt Justus Brede. Am 28. Mai folgten Lehrer und Schüler seiner Leiche. Er ist über wenigem getreu gewesen; möge der Herr ihn über viel setzen! Er ruhe in PFrieden!
Sonnabend den 30. Mai unterzog der Herr Geheime Regierungs- und Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer die Anstalt einer Inspektion und wohnte dem Unterricht in sämtlichen Klassen bei.
Schülerausffüge wurden gemacht von der Obersekunda am 9. Juni nach Miltenberg, von der Quarta an demselben Tage nach Langenselbold und Alzenau, von der Untertertia am 19. Juni nach dem Niederwald, von der Obertertia an demselben Tage nach der Ronneburg und nach Bü- dingen, von der Untersekunda am 24. Juni nach dem Taufstein, von der Prima am 11. August in den Odenwald(Felsenmeer, Melibokus und Auerbacher Schloss), und von der Sexta und Quinta am 14. August nach Bergen.
Am 15. Juni, am Vorabend des 18. Oktober, am 9. März und am 22. März fanden in her- kömmlicher Weise Feierlichkeiten zum Gedächtnis der hochseligen Kaiser Wilhelm I und Fried- rich III statt.
Die Pfingstferien dauerten vom 16.— 20. Mai, die Sommerferien vom 5. Juli bis zum 1. August, die Herbstferien vom 27. September bis zum 11. Oktober, die Weihnachtsferien vom Mittag des 23. Dezember bis zum 6. Januar.


