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Viertes Halbjahr. A. Arithmetik, eine St. wöchentl. Von den Progreſſionen, Molter III.§. 1— 18. B. Geometrie, zwei St. wöchentl. Von den Körpern, Lor.§. 285— 375.
Erſte Claſſe. Lehrgang von vier Halbjahren. Erſtes Halbjahr. A. Arithmetik, zwei St. wöchentl. Wiederholung des ganzen Curſus der zweiten Claſſe. B. Geometrie, eine St. wöchentl. Wiederholung des Curſus der zweiten Claſſe durch Aufgaben und Lehrſätze, wie oben. Zweites Halbjahr. A. Arithmetik, zwei St. wöchentl. Von den Gleichungen des erſten Grades mit einer und mit mehreren Unbekannten, Molter IV.§. 1— 54. B. Geometrie, eine St. wöchentl. Meſſung der Figuren und der Körper, Lor.§. 376— 434. Drittes Halbjahr. A. Arithmetik, eine St. wöchentl. Gleichungen des zweiten Grades, Molter IV.§. 55— 82. B. Ebene Trigonometrie, etwa bis zu der Conſtruction und dem Gebrauche der trigonometriſchen Tafeln, nach Gerling. Biertes Halbjahr. Ebene Trigonometrie, drei St. wöchentl. Fortſetzung und Schluß der ebenen Trigonometrie, verbunden mit zahlreichen trigonometriſchen Aufgaben.
Anmerk. 1. Jene geometriſchen Aufgaben nach Beendigung eines größeren oder kleineren Abſchnittes können auch außer⸗ dem von Zeit zu Zeit den Schülern als feeiwillige Arbeit gegeben werden.
Anmerk. 2. Statt in den einzelnen Semeſtern für die Arithmetik zwei Stunden, für die Geometrie eine Stunde zu verwenden, können auch, wenn die umſtände es gerade wünſchenswerth machen, alle drei Stunden für die eine Disciplin ver⸗ wandt, und die andere in dieſem Semeſter weggelaſſen werden, jedoch ſo, daß die der letzteren ausgeſetzte Zeit ihr in dem fol⸗ genden Semeſter wieder zu Gute kommt.
6. Naturwiſſenſchaften.
Das Studium der Natur gewährt allen Menſchen, nicht blos denen, die ſich den Wiſſenſchaften wid⸗ men, die angenehmſte Unterhaltung und den mannigfachſten Nutzen für's Leben, es bildet ihren Geiſt und fuͤhrt ſie zu Gott.
Darum gehören Belehrungen über die Naturproducte unſerer Erde und deren Benutzung, über die in⸗ nern und äußern Eigenſchaften, über die Kräfte und Wirkungen der Naturkörper, über die Erſcheinungen auf der Erde, in der Luft und am Himmel in den Kreis des Jugendunterrichts auf Gymnaſien.
Da jedoch der größte Theil der Zöglinge ſolcher Anſtalten ſich den Wiſſenſchaften widmet, um einſt als Diener des Staates wirken zu können, ſo muͤſſen die Bedürfniſſe dieſer vorzugsweiſe beruͤckſichtigt werden. Darum würde es unzweckmäßig ſein, den Naturwiſſenſchaften auf Gymnaſien ſo viel Zeit zu widmen, als auf polytechniſchen Anſtalten geſchieht. Es kann alſo der Unterricht nicht zu ſehr ausgedehnt, er darf aber auch nicht zu ſehr beſchränkt werden.
Am hieſigen Gymnaſium ſind iu jeder Elaſſe von der vierten an zwei wöchentliche Unterrichtsſtunden für Naturwiſſenſchaften beſtimmt und zwar für die drei untern derſelben Naturbeſchreibung verbunden mit technologiſchen Bemerkungen, fuͤr die erſte Naturlehre. Der phyſikaliſche Unterricht kann nämlich, wenn


