Jahrgang 
1925
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2) Schlußprüfungen in der Realschule

fanden Herbst 1924 und Ostern 1925 statt. Im ganzen erhielten 14 Schüler das Zeugnis der Reife für O. II. Gymnasium f) Befreit waren vom Realschule

Klasse OI UI OII UII OIII UIIIIV VVITUII OIII UIII IV VVI Zus. Singen- 11=I16---I=SP---=--- 3 Tumen 1 1 4 ¹1[1[1 1-=1 2 ʃ[1 2 16 Zeichnenn---- 121-- 1 Religion-==FA g) Es nahmen teil am freiwilligen Unterricht, und zwar am

Englischen in I u. Ilig.: 27 Schüler

Freihandzeichnen in I u. II'g.: 6 Schüler

techn. Zeichnen: 22 Schüler aus den beiden Tertien g. u. r., und U. IIr.

stenograph. Kursus: 20 Schüler

h) Die Schülerselbstverwaltung und vor allem das System der Vertrauensschüler hat sich gut bewährt. Sie erstreckte sich u. a. auf die Reinhaltung des Schulgebäudes und hofes von Papier, Aufrechterhaltung der Ordnung in der Turnhalle, im Zeichensaal, natur- wissensch. Kabinett, Hilfeleistung bei Instandsetzung und Ausgabe von Karten und Anschau- ungsmitteln jeder Art, Auffüllung der Konservierungsgläser, Unterstützung bei derQuäker- speisung.

Eigene Schülervereine, d. h. solche, die nur aus Schülern der Anstalt gebildet sind, bestehen außer der schon erwähnten Stenographen-Vereinigung nicht. Dagegen gehöõren viele unserer Schüler anderen hiesigen Vereinen als Mitglieder an, und zwar 101 dem Homburger Turnverein, 69 dem Bibelkränzchen, 10 dem Quickborn, 17 dem Stenographenverein, 15 dem Großd. Jugendbund u. a.

Unsere turnerische und sportliche Betätigung fand wie bisher eine unausgesetzte, eifrige Pflege, die durch zahlreiche Preise und Siege in den Reichsjugendwettkämpfen und in vier weiteren Wettspielen mit den benachbarten Anstalten in Oberursel und Friedberg belohnt wurde. Das am 14. März in der Turnhalle veranstaltete Schauturnen, das durch Darbietungen unseres Chors und Orchesters umrahmt war, gab den sehr zahlreich erschienenen Eltern und Freunden der Anstalt Gelegenheit, ganz vortreffliche Leistungen zu bewundern. Der Erlös dieser Veranstaltung soll zur Neubeschaffung von Turngeräten dienen. Einmal in der Woche fand auch eine freiwillige Vorturnerstunde statt.

Wanderungen konnten wegen des außergewöhnlich schlechten Wetters weniger als sonst ausgeführt werden. Die Maiwanderung führte die unteren Klassen in die nähere oder weitere Umgegend von Homburg, die oberen Klassen in den Odenwald und an die Berg- straße. In den Sommerferien unternahmen 17 Schüler der oberen Klassen im Anschluß an ihre Weimarfahrt(s. Chronik) eine viertägige Wanderung durch den Thüringerwald unter Führung eines Studienrats. Eine Herbstwanderung, die sich für einige Klassen auf zwei Tage erstreckte, hatte außer Taunus u. Odenwald das ehem. besetzte Gebiet bis nach Rüdesheim zum TZiel. Der letzte größere Ausflug wurde kurz vor Schuljahrsschluß an einem wunder- schönen Frühlingstage angetreten und galt unserem schönen Taunus. Die ausgefallenen Wan- dertage wurden durch die schon erwähnte rege sportliche Betätigung sowie durch die mit dem Besuch der Freilichtaufführungen auf der Saalburg verbundenen Ausflüge reichlich ersetzt.

Die Quäkerspeisung wurde am 19. Mai wieder aufgenommen, nachdem die dafür ausersehenen Schüler am Tage vorher ärztlich untersucht und ihr Körpergewicht festgestellt worden war. Sie dauerte nur bis zum Schluss des 1. Quartals.