Jahrgang 
1915
Einzelbild herunterladen

22

V. Stiftungen.

1. Die Amts-Sparkasse Homburg überwies der Schule 150. Mk., wovon 50 Ge- wehre für unsere jJugendwehr und eine Anzahl Bücher angeschafft wurden.

2. Die Stiftung zum Besten würdiger und bedurftiger Schüler ist bis zum Schlusse des Jahres 1914 auf 1689 Mk. angewachsen. Zu dieser Summe stiftete Herr Kirschbaum Ostern 1914 weitere 50 Mk. Die Zinsen des vorhandenen Kapitals werden, da der Betrag noch nicht hoch genug ist, einstweilen dem Kapital hinzugefügt. Wir hoffen, dass durch gütige Spenden, die wir, von Freunden unserer Anstalt erbitten, der Zeitpunkt nahe gerückt wird, wo ein Schüler durch Auszahlung der Zinsen unterstützt werden kann.

3. Heinrich Hammelmann-Stiftung. Bei der Schlussfeier am 4. April 1914 wurden aus den Zinsen des Stiftungskapitals den Oberprimanern Karl Hirsch und Max Müller Prä- mien verliehen.

Für die Geschenke, die im Laufe des letzten Schuljahres unserer Anstalt gemacht worden sind, sage ich den gütigen Gebern hiermit nochmals im Namen der Schule den verbindlichsten Dank.

Vll. IIlitteilungen für die Schüler und deren Eltern.

1. Seit die Realschule im nahen Oberursel eine Obersekunda und zugleich die Be- zeichnungOberrealschule im Entstehen erhielt, ist dem Direktor von Eltern, die den realistischen Bildungsgang für ihre Söhne wählten, oft die Frage vorgelegt worden, ob sie nicht besser täten, ihre Kinder gleich von Anfang an in Oberursel einzuschulen, damit sie dort später die Reifeprüfung ablegen könnten. Dieser Frage liegt die irrtümliche Auf- fassung zu Grunde, als sei der Lehrplan einer Oberrealschule von Anfang an ein anderer oderbesserer,modernerer, wie es auch hieß, als der einer Realschule, während tatsäch- lich die Oberrealschule in Preußen bis II2(Untersekunda) einschließlich denselben Lehr- plan hat wie die Realschule. Durch das Bestehen der Prüfung für den einjährig-freiwilligen Heeresdienst erwerben unsere Real-Untersekundaner(bisher Real-Primaner genannt) gleich- zeitig die Berechtigung zum Eintritt in die II! einer Oberrealschule, deren Unterbau eben die Realschule darstellt.

2. Der Schulpavillon Döckerschen Systems, der am Ende des vorigen Schul- jahrs wegen Oberfüllung einiger Klassen aufgestellt werden mußte(vgl. Progr. 1913/14, S. 22), hat sich im ganzen gut bewährt.

3. Die oberste Klasse der Realschule, also die jetzige Realprima, ist nach einer Ver- fügung des Provinzial-Schulkollegiums vom 8. September 1914 als Untersekunda zu bezeich- nen. Die beiden folgenden Klassen erhalten die Bezeichnung Ober- und Untertertia.

4. Für die Aufnahme in den zweijährigen höheren Lehrgang der Königlichen Gärt- nerlehranstalt in Berlin-Dahlem wird nach dem Erlaß des Herrn Unterrichtsministers neben einjähriger gärtnerischer Ausbildung der Nachweis der Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst gefordert. An der Königl. Lehranstalt für Obst- und Gartenbau