Jahrgang 
1914
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von Herrn Direktor Blümlein. Eine Scharmaus von Herrn Diemer. Schneckeneier und Zimmetrinde von R. Bacehl, IIl?g. Einige Kaffeesorten von H. Pfeifer, IIIlg. Tee- blüten von H. Wollenhaupt, IIr. Die Quinta schenkte ein Aquarium mit Wasserpflanzen und Fischen.

Vl. Stiftungen.

1. Die Amts-Sparkasse Homburg überwies der Schule 150. Mk., wofür eine An zahl Modelle für das konstruktive Zeichnen, Wandkarten sowie Bücher angeschafft wurden.

2. Dle Stiftung zum Besten würdiger und bedürftiger Schüler ist bis zum Schlusse des Jahres 1913 auf 1583 M angewachsen. Die jJahreszinsen des Fonds werden, da ihr Betrag noch nicht hoch genug ist, einstweilen dem Kapital hinzugefügt. Wir hoffen, dass durch gütige Spenden, die wir von Freunden unserer Anstalt erbitten, der Zeitpunkt nahe gerückt wird, wo ein Schüler durch Auszahlung der Zinsen unterstützt werden kann.

3. Heinrich Hammelmann-Stiftung. Bei der Schlussfeier am 19. März 1913 wurden aus den Zinsen des Stiftungskapitals den Oberprimanern Peter Neher und Albrecht Hess Prämien verliehen.

4. Herr Justizrat Dr. Zimmermann überwies in hochherziger Weise der Anstalt die Summe von 100 M., um davon die Bestände der Lehrer- und Schüler-Bibliothek auf- zubessern.

Für alle Geschenke, die im Laufe des letzten Schuljahrs unserer Anstalt gemacht worden sind, sage ich den gütigen Gebern hiermit nochmals im Namen der Schule den verbindlichsten Dank. Die oben unter 2. wiederholte Bitte, dem Stipendienfonds, der noch sehr klein ist, Zuwendungen zu machen, hat in einenm Falle Erhörung gefunden, worüber das nächste Programm berichten soll.

VII. IHlitteilungen für die Schüler und deren Eltern.

1. Eltern, die über die Leistungen oder das Verhalten ihrer Söhne mit einem Lehrer Rücksprache nehmen wollen, werden gebeten, sich hierzu in den durch Anschlag bekannt gemachten Sprechstunden einzufinden. Ausserdem wird den Eltern sehr empfohlen, sich oft die Hefte ihrer Kinder zu Hause vorlegen zu lassen, um zu prüfen, ob die Arbeiten sauber und gut geschrieben sind, und ob die Leistungen den Anforderungen ge- nügen oder nicht. Wenn die Leistungen mangelhaft sind, muss rechtzeitig für Be- seitigung der Lücken im Wissen gesorgt werden. Im letzten Vierteljahr ist es dazu meistens zu spät. Die Mitglieder des Lehrerkollegiums lehnen es ab, dann erst Nachhilfestunden zu übernehmen. Erst in den letzten 56 Wochen vor Ostern Erkundigungen nach dem Stande der Kenntnisse und Leistungen der Schüler einzuziehen, hat keinen Wert; wir bitten dringend die nötigen Schritte in dieser Hinsicht viel früher zu unternehmen, am besten schon im Sommer, wo erfahrungsgemäss die Neigung sich gehen zu lassen bei der Schul- jugend grösser und andrerseits eine gut geleitete Nachhilfe um so wirksamer ist.

Ferner werden die Eltern gebeten, die Lektüre ihrer Kinder zu überwachen. Eine jetzt leicht zugängliche Schmutz- und Schundliteratur stiftet, wenn es an Beaufsichtigung fehlt, grossen Schaden bei der heranwachsenden Jugend. Durch Verbrecherromane und andere schlechte Lektüre wird die jugendliche Phantasie in ungesunder Weise so aufgeregt, dass die für geistige Arbeit nötige Ruhe völlig gestört wird. Den einzelnen Altersstufen angemessene bildende und anregende Lektüre wird den Schülern durch die verschiedenen Abteilungen der Schüler- bibliothek geboten. Das in dem Weidmann'schen Verlage zu Berlin erschienene Buch des