2. Heinrich Hammeelmann⸗Stiftung. Bei der Schlussfeier am 23. März wurde aus den Zinsen des Stiftungskapitals dem Oberprimaner Karl Schwarz ein Buch als Prämie véerliehen.— Das Kapital, bei der hiesigen Amtssparkasse auf Buch No. 12059 angelegt, belief sich am 1. Januar d. Js. auf 1048 M. 1
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Für alle Geschenke, die im Laufe des letzten Schuljahres unsrer Anstalt gemacht worden sind, sage ich den gütigen Gebern den verbindlichsten Dank,
Dll. mitteilungen kür die Schüler und deren Sltern.
Eltern, die über die Leistungen oder das Verhalten ihrer Sähne mit einem Lehrer Rücksprache nehmen wollen, werden gebeten, sich hierzun in den durch Anschlag bekannt gemachten Sprechstunden einzufinden. Ausserdem wird den Eltern sehr empfohlen. sich oft die Hefte ihrer Kinder zu Hause vorlegen zu lasse n, um zu prüfen, ob die Xrbeiten sanber und gut geschrieben sind, und ob die Leistungen den Anforderungen genügen oder nicht. Wenn die Leistungen mangelhaft sind, muss rechtzeitig für Beseitigung der Lüicken im Wissen gesorgt werden. Im letzten Vierteljahr ist es dazu meistens zu Spüt:
die Mitglieder des Lehrerkollegiums lehnen es ab, dann erst Nachilfestunden zu übernehmen. Ein im Juni 1907 vorgekommener ernster Unfall gibt uns Anlass, abermals auf einen Ministerialerlass hinzuweisen, der es Schülern bei strengster Strafe untersagt, an irgend einen Ort, wo die Schule die Aufsicht zu führen hat, Waffen mitzubringen. Bei der Geburtstagsfeier eines Tertianers wurde von den Knaben ein Pistölchen zum Spielen benntzt. In diesem war, ohne dass jemand es vermutete, eine scharfe, Patrone stecken geblieben, und als einer der Gäste die Waffe unvorsichtig abdrückte, traf er einen Kameraden so unglücklich in die Schläfe, dass die Sehkraft des einen Auges verloren ging. Dieser betrübende Vorfall möge als ernste Mahnung dienen, Kindern das S pielen mit Schiess- waffen nie zuerjauben.— Auch beim Rodeln haben sich mehrere unserer Schüler arg verletzt. Einer musste drei, ein anderer zwei Wochen die Schule versäumen, da die Heilung der Wunden soviel Zeit erforderte. Die laltern werden daher gebeten, bei der Ausühung dieses Sports ihren Kindern vernünftiges Maßhalten zur Pflicht zu machen.
Wir bringen in Erinnerung, dass für die Gymnasiasten von Sekunda an aufwärts in zwei wöchentlichen Lehrstunden wahlfreier Zeichenunterricht und ebenso für die Realschüler neben den pflichtmässigen Stunden Unterricht im Linearzeichnen erteilt wird. Denjenigen Schülern, die sich der Technik, dem Studium der Naturwissenschaften. der Mathematik oder der Medizin widman wollen, wird dringend empfohlen, an diesem Unterricht teilzunehmen. Ebenso sollten die Gymnasiasten, soweit sie den Anforderungen der pflichtmässigen Lehrfächer ohne grosse Anstrengungen genügen, die Gelegenheit benutzen, in Obersekunda und Prima die en glische Sprache zu erlernen, deren Kenntnis ihnen im späteren Leben von grossem Vorteil sein wird.
Die Schlussfeier, verbunden mit der Entlassun g derfürreiferklärten Schüler, wozu wir die Behörden, die Eltern der Schüler und die Freunde der Anstalt höflichst einladen, findet am Sonnabend, den 11. April. 9 Uhr vormittags, statt.
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