Jahrgang 
1902
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21 C. Der physikalisch-chemische Apparat wurde vermehrt

1. Durch Ankauf:

Ein Konvexkonkavspiegel. Apparat zur Demonstration des verschiedenen Wärme- leitungsvermögens der Metalle. Bewerllehe Tafeln zur Demonstration der Dynamomaschine. ½ Dutzend Trockenplatten, Abdampfschalen,-Cylinder, Gasschlauch, Platindraht, Reagenz- gläser und Pulvergläser. Apparat für Mikroprojection, Röntgenröhre mit verstellbarem Vakuum.

2. Durch Geschenke:

Von einem Freunde der Schule 5 M. zur Anschaffung von 16 Diapositiven, deutscher Flottenbilder. Vom Primaner Rudolf Metzger Stativ mit Metallstücken zur Demonstration der verschiedenen Bruchflächen. Vom Fabrikanten Franz Metzger Etui mit Modellen ar- mierter und unarmierter Accumulatoren. Vom Primaner Wilhelm Fischer eine Anzahl Holzunterlagen. Von der Direktion der Höchster Farbwerke vorm. Meister, Lucius und Brüning eine wertvolle Sammlung von Farbstoffen, ihren Ausgangsprodukten u. Musterbüchern.

D. Vermehrung der Naturaliensammlung.

Angekauft wurde ein menschliches Skelett und das WerkLebende Bilder. Es schenkten Herr Henning sechs Spannbretter für Schmetterlinge, Herr Forstmeister von Nathusius Schädel von Dachs und von Reh, Herr H. Sauer eine Palmeidechse, Sand- eidechse, Skorpion, der Tertianer Privat das Horn einer ausländischen Ziege, die Herren Staudt und Supp Hoffmanns Schmetterlingsetiketten.

E. Für den geographischen und den Anschauungsapparat

wurden angekauft Landkarten von Frankreich, von Alt-Italien und Alt-Griechenland, Karte des Weltverkehrs; Anschauungsbilder von Paris, dem Sinai, Avaricum und vom Reichstags- gebäude; Haeckel, Kunstformen in der Natur, Souvenir de Paris(20 Photographien). Herr Wilh. Nagel jr. schenkte 10 Wandkarten mit Darstellung des Dampferverkehrs AesNotentsohen Lloyd, Bremen.

VI. Stiftungen.

Die Stiftung zum Besten würdiger und bedürftiger Schüler ist bis zum Schlusse des Jahres 1901 auf 609,65 M. gestiegen. Ein Freund unsrer Anstalt, der schon mehrfach den Stipendienfonds mit Geschenken bedacht hatte, hat bei Gelegenheit der ersten glücklich verlaufenen Reifeprüfung der Gymnasiasten, zu Ostern 1901, 100 Mark geschenkt. Die Jahreszinsen des Fonds werden, da ihr Betrag noch gering ist, einstweilen zum Ka- pital geschlagen. Wir hoffen, dass durch gütige Spenden der Zeitpunkt nahe gerückt wird, wo ein bedürftiger Schüler durch Auszahlung der Zinsen unterstützt werden kann.

Für alle Geschenke, die im Laufe des letaten Schuljahres unsrer Anstalt gemacht worden sind, sage ich den gütigen Gebern den verbindlichsten Dank.