Jahrgang 
1888
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nach Uebersetzungen. Im Wiater: Gudeun, Gedichte von Goethe, Schiller, Platen u. s. w. Ausserdem gelesen und erklärt: Schillers Wilhelm Tell und Abschnitte aus der Gesch. des dreissigjährigen Krieges; Goethes Hermann und Dorothea; ausserdem privatim: Gesch. vom Abfall der Niederlande, 2. Teil, Maria Stuart und Julius Caesar; Herders Cid u. s. w. Memorieren schöner Stellen, sowie mehrerer Gedichte von Schiller und Goethe: Kontrolle der Privatlektüre; daran anknüpfend Uebungen im freien Vortrag. Dispositionslehre und ent- sprechende Uebungen im Disponieren. Poetik und Rhetorik im Anschluss an die Lektüre. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, darunter 4 Klassenaufsätze.

Bearbeitet wurden folgende Themata:

1) Durch welche Charaktereigenschaften offenbart sich Wilhelm Tell schon in der ersten Scene

des Dramas als Held? 2) Auf welche Weise erweckt Schiller im ersten Akte seines Wilhelm Tell unsere Teilnahme

für das Schweizervolk?

3) a) Marius, Roms Heil und Roms Verderben b) Was sagt Cicero zum Lobe des Pompejus?

4) a) Licht und Schatten im Charakterbilde Hagens.. b) Welches sind die hervorragendsten Züge deutschen Wesens im Nibelungenliede?

5) a) Vergleich des Idealbildes des Pompejus bei Cicero mit der geschichtlichen Ueberlieferung. b) Gedankengang des Selbstgespräches des Helden in Wilhelm Tell.

6) a) Welche Verdienste erwarb sich Cäsar um den römiischen Staat? b) Te 3'dοεm 9ta deO o6,v Sd7.

7) a) Welches Bild von der französischen Revolution entwirft Göthe in Hermann und Dorothea? b) Charakterisierung des Apothekers in Hermann und Dorothea.

8) a) Gedankengang des Prooemiums in Sallusts: De bello Jugurth. b) Was erzählt uns Sallust über den Knaben und was über den Jüngling Jugurtha?

9) a) Welcebe Tugenden bedingten Roms Grösse, welche Laster seinen Verfall? KI b) Concordia parvae res crescunt, diorcordia maximae dilabuntur. ausur.

10) a) Horand und Volker. b) Walther von der Vogelweide.

11) a) Welches Bild entwirft Livius von der Entwickelung der Stadt Rom währ. der Königszeit? b) Was thaten die röm. Könige zum Ausbau und zur Gestaltung des Gottesdienstes?

12) Klassenaufsatz; Thema noch unbestimmt. 2 St. Bauder.

4. Französische Sprache. Grammatik: Lehre von dem Pronomen, Casus der Verben und Infinitiv, nach Ploetz, Schulgrammatik Lekt. 70 ff. Exercition und Extemporalien. Lektüre: Voltaire, Le Siècle de Louis XIV., Teil I, ed. Schmager(Velhagen& Klasing) und Sandeau, Madem. de la Seiglière, ed. M. Hartmann(Leipzig, Seemann). 2 St. Proescholdt.

5. Mathematik. Geometrie: Stereometrie. 2 St. Eckhardt. Algebra: Kettenbrüche und diophantische Gleichungen: Kombinatorik und der binomische Satz, reciproke und kubische Gleichungen. 2 St. Glaser.

6. Physik. Erklärung der wichtigsten Erscheinungen aus dem Gebiete des Mag- netismus, der Elektricität und der Akustik. 2 St. Spranck. 1

7. Geschichte. Römische Geschichte von den pun. Kriegen an und Geschichte des Mittelalters bis auf Karl d. Grossen. Fortwährende Repetition der übrigen Partieen. Spe- ciell die brandenburg-preuss. Geschichte. 2 St. Bauder.

8. Hebräische Sprache. Abt. II. Die Elemente der Sprache, starkes Verbum mit Suffixen, starke und schwache Nomina. Abt. I. Schwaches Verbum: Vokalige und Guttural-Wurzeln; Nominal-Flexion; Nominal-Suffixe; Partikeln mit Suffixen; Uebersetzen: nach der Grammatik von Seffer. 2 St.(und 1 Zusatzstunde) Froeling.

Klausur.

Klausur.

Ober-Tertia. Ordinarius: Ordentlicher Lehrer Dr. Bauder.

I. Lateinische Sprache. Abt. II. Wiederholung und Erweiterung des Pen- sums der IV., nach Ellendt-Seyffert§. 129 247. Syntaxis convenientiae, der Gebrauch der