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e) Mathematik: 1. Der Verlauf der Kurve y= X+ 3 X2— 2 iſt zu unterſuchen.(Zeichnung, Null⸗ ſtellen, Extreme Werte, Wendepunkt). 2. Wie groß iſt die von der Kurve y 2= 24 X und der Geraden 12 X— 7 y= 16 begrenzte Fläche? 3. Wie lange dauert der 10. Februar 1928 in Hofgeismar? Wo ging an dieſem Tag die Sonne auf?(6= 150).
6. Die Einrichtung des künſtleriſchen und techniſchen Unterrichts.
a. Zeichnen und Kunſtgeſchichte. Ein Jahr geſtaltender Arbeit. Hauptziel des Zeichen⸗ unterrichtes: Dem jungen Menſchen Gelegenheit und Mittel zur Selbſtentfaltung ſeiner urſprünglichen bildneriſchen Ausdrucks⸗ und Geſtaltungskräfte zu geben.
Sommer 1927. VI—IV Phantaſiemäßiges Geſtalten gefühlsbetonter Stoffe. Darſtellungen nach kurzen Betrachtungen.
UIII— Ol. In den Sommermonateu wurde„Naturerſchauen“(mittelbares Naturſtudium) getrieben. Nicht Abzeichnen der Natur, ſondern nur ein Aufnehmen der Formen zur Übung des Formengedächtniſſes und zum Verfeinern des Vorſtellungsbeſitzes. Weſentliches vom Unweſentlichen, Charakteriſtiſches vom Nichts⸗ ſagenden unterſcheiden lernen. Alſo: Das Einſchalten des Gedächtniſſes zwiſchen Eindruck und Wiedergabe.
Ferner wurden Stoffe aus den anderen Unterrichtsfächern zum Geſtalten herangezogen.
Winter 1927/28. In den Wintermonaten trat der Werkunterricht neben das ſtruktive Zeichnen von Gebrauchsgegenſtänden.
1. Da das vergangene Jahr uns eine Kupferdruckpreſſe für den Zeichenſaal beſcherte, ſo murde beſonders der Linoleumſchnitt gepflegt.(V— Ol).
2. Holzſchnitzen. VI und V ſchnitzte am Rundſtab, IV— OlII die Köpfe zu einem Kaſperl⸗ theater. Als Werkſtoff wurden Lindenholz, als Handwerkzeug ein gewöhnliches Taſchenmeſſer und die Meſſer zum Linoleniumſchnitt benutzt. Grundſatz war, vom Allgemeinen zum Einzelnen vorzudringen, ohne das große Ganze aus dem Auge zu verlieren. Die Arbeiten wurden mit Waſſer⸗ und Temperafarben angemalt. Das Schnitzen in Holz entwickelt das Taſt⸗ und Fingergefühl und die Empfindung für eine geſchloſſene Maſſe.
3. Von den Mädchen der Klaſſen V— Oll wurden Kaſperlfiguren und Puppen auf Drahtgeſtellen (Drahtgeſtelle machten einige Knaben aus Sexta und Quinta) angefertigt, ferner Modelle zu den Koſtümen der Theaterſpiele zum Elternabend. Sticken mit Wolle ohne Vorzeichnung. IV und UIII Silhouettenſchneiden.
4. Modellieren. V— Ol. Das Gefühl für die Bedingungen des Werkſtoffes, für geſchloſſene Maſſe und damit für die Geſtaltungsbedingungen im Plaſtiſchen ſollte entwickelt werden.
5. In allen Klaſſen wurde Kunſtſchrift gepflegt. Werkzeug: Redisfeder, Ato⸗ und Bto⸗Federn, Pinſel.
Künſtbetrachtung. An das bildhafte Geſtalten ſchloß ſich zeitweilig eine Kunſtbetrachtung an, die im engſten organiſchen Zuſammenhang mit dem Geſtalten ſtand.
In Ol und Ul wurden den Schülern die Darſtellungsmittel und-arten und die Geſtaltungsprobleme der Kunſt gezeigt, um ſie in ein lebendiges Verhältnis zu den Werken der Kunſt zu bringen. Qualitätsware und Schund. Die Poſtkarte.
b. Muſik. Geſang VI: Einfache Lieder, Übungen im Umfange von 8 Tönen. V: Einführung in die Zweiſtimmigkeit, Übungen im polyphonen Singen. Kanons. IV— Ol: Volkslieder, Chorſätze älterer Kirchenmuſik. Der Chor ſang an Feſttagen zum Gottes⸗
dienſt in der Neuſtädter Kirche. Inſtrumentalmuſik. Wiederholung und Einübung von kleineren Einzelſtücken aus der Kammer⸗
muſik des 18. und 19. Jahrhunderts(Bach, Händel, Corelli, Schubert); Kinderſymphonie von Haydn.


