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Kirche: Entwicklungsreihe: Maſtaba und Pyramide, Agyptiſcher Tempel. Griechiſcher und römiſcher Tempel. Altchriſtliche Baſilikäa. Romaniſche und gotiſche Kirche. Barockkirche.
Haus: Entwicklungsreihe bis zum modernen Fabrikbau.
Plaſtik: Weſen des plaſtiſchen Geſtaltens. Plaſtik in Holz, Stein und Bronze.
Bildwerke: Das Sehen zu verſchiedenen Zeiten. Inhalt des Bildes. Darſtellung.
Graphik: Stahlſtich, Kupferſtich, Radierung und Lithographie. Qualitätsware und Schund(Haus⸗ greuel). Bühnenbild.
b. Muſik. Geſang. VI: Einfache Lieder, Ubungen im Umfange von 8 Tönen.
V: Einführung in die Zweiſtimmigkeit, Übungen im polyphonen Singen.
IV— Ol: Volkslieder, Chorſätze älterer Kirchenmuſik. Dreiſtimmige pholyphone Lieder(Rein). Der Chor ſang an Feſttagen zum Gottesdienſt in der Neuſtädter Kirche.
Inſtrumentalmuſik. Violinchor:([V— Ol): Alte Kammermuſik, geſetzt für 2 Violinen und Klavier oder Harmonium(Bach, Händel, Corelli), je ein Marſch von Schubert und Weber(Wiederholung), Kinderſymphonie von Haydn.
c. Nadelarbeit. Für den Unterricht in der Nadelarbeit waren 4 Wochenſtunden vorgeſehen. Die Schülerinnen waren für dieſen Unterricht in 2 Abteilungen eingeteilt. Der Unterricht wurde nach den Lehr⸗ plänen der Lyzeen erteilt.
d. Turnen, Bewegungsſpiele, Schwimmen. Die Unzulänglichkeit der Turnhalle ſowie der Spiel⸗ plätze trat auch im Schuljahr 1926/27 in die Erſcheinung. Der Plan, eine zweite Turnhalle zu bauen, kam nicht zur Ausführung, auch konnte der im Bau Heidliche neue Sportplatz noch nicht zur Benutzung frei⸗ gegeben werden.
Die Schüler turnten in 7, die Schülerinnen in 3 Abteilungen. Es beſtanden 5 Spielabteilungen für Schüler und 3 für Schülerinnen. Neben Körperſchule(Gymnaſtik) wurde im Sommerhalbjahr vorzugs⸗ weiſe Leichtathletik, im Winterhalbjahr Geräteturnen betrieben. Der Unterricht war in erſter Linie auf die harmoniſche, ſyſtematiſche Ausbildung des Körpers und die Erlernung der Technik der Uebungen eingeſtellt. Die Schüler wurden befähigt, die Wirkung einer Übung ſelbſt zu erkennen. Als Spiele wurden im Sommer Schlag⸗ und Fauſtball, im Winter Handball bevorzugt.
Eine Schlagballmannſchaft der Schule beteiligte ſich an den am 21. 8. 26 in der deſenkmpelußn in Kaſſel ſtattfindenden Wettkämpfen, die vom Preußiſchen Philologenverein für die höheren Schulen Preußens veranſtaltet wurden(Preußenſpiele). Sie kämpfte ſich bis zum Entſcheidungsſpiel um die Bezirksmeiſterſchaft für den Bezirk Heſſen⸗Nord durch, in dem ſie gegen die Mannſchaft der Oberrealſchule I Kaſſel unterlag.
Das alljährlich veranſtaltete Schulturnfeſt wurde leider wie im Vorjahre ſehr durch das ſchlechte Wetter beeinträchtigt. Die leichtathletiſchen Mehrkämpfe wurden am Nachmittag des 14. September in 3 Stufen(Ober⸗, Mittel⸗ und Unterſtufe) auf dem Turnplatz der Schule ausgetragen. Am 17. September wurden anf dem Waldſportplatz Meßhagen bis gegen 1 Uhr mittags die Sonder⸗ und Mannſchaftswettkämpfe durchgeführt. Den Höhepunkt bildeten die Freiübungen der geſamten Schülerſchaft. Die Preisverteilung fand wegen Zeitmangels am 20. 9 auf dem Turnplatz ſtatt.
Im Laufe des Jahres errang eine erfreulich große Anzahl Schüler das Reichsjugend⸗ bezw. das Deutſche Turn⸗ und Sportabzeichen. Die Prüfungen wurden jeweils von zwei Herren des Lehrkörpers abgenommen.
Für den obligatoriſchen Schwimmunterricht, der in der Regel in den planmäßigen Spielſtunden erteilt wurde, ſtand der Schule die Militärbadeanſtalt zur Verfügung. Ende Sommer 1926 waren der größte Teil der Schüler und Schülerinnen des Schwimmens kundig.


