Jahrgang 
1926
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g. Freiwilliger Unterricht.

Am Unterricht in der Einheitskurzſchrift(ab Herbſt 1925) nahmen 20 Schüler und Schülerinnen der Mittelſtufe teil..- h. Schülerſelbſtverwaltung, Schülervereine, Wanderungen u. a.

Zur Verwaltung der Sammlungen, der Büchereien und zur Pflege des Schulinventars wurden Schüler aller Klaſſen herangezogen.

Der an der Schule als ſelbſtändige Körperſchaft beſtehende Schülerturnverein hat ſich auch im Berichtsjahr wieder bei der Vorbereitung der ſportlichen Veranſtaltungen der Schule bewährt und viel zu dem Gelingen vor allem des Sommerfeſtes beigetragen, das leider durch das ſchlechte Wetter ſehr be⸗ einträchtigt wurde. Die ſportlichen Vorkämpfe(Geräteturnen, Springen, Steinſtoßen, Speerwerfen) wurden am Nachmittag des 17. 9. auf dem Turnplatz der Schule ausgetragen. Trotz des drohenden Regens wurde dann am 24. 9. der Ausmarſch nach dem Waldſportplatz Meßhagen gewagt. Die Sonderwettkämpfe konnten am Vormittag durchgeführt werden, und auch die Speiſung der Schulgemeinde und der zahlreich erſchienenen Angehörigen in der Mittagspauſe aus der Feldküche war noch möglich. Leider ſetzte gegen 2 Uhr ein heftiger Regen ein, ſodaß die Freiübungen der geſamten Schülerſchaft, die immer den Höhepunkt des Feſtes bilden, nicht mehr vorgeführt werden konnten, ſondern ebenſo wie die Preisverteilung am folgenden Tag auf dem Turnplatz ſtattfinden mußten.

Bei dem am 5. 12. veranſtalteten Familienabend des Vereins ehemaliger Progymnaſiaſten und Realgymnaſiaſten, zu dem auch die Eltern der Schüler eingeladen waren, wirkten der Schulchor und das kleine Streichorcheſter mit; von Schülern der oberen Klaſſen wurde ein kleines Luſtſpiel aufgeführt.

Die Schülergruppe des Mitteldeutſchen Flugverbandes machte während des Sommers mit dem von Schülern erbauten HängegleiterLibelle auf dem Offenberg einige Flugverſuche. Mehrere Schüler fuhren am 23. 8. zur Waſſerkuppe in der Rhön, um den Segelflugwettbewerben beizuwohnen.

Die Schülergruppe des Vereins für das Deutſchtum im Auslande bewillkommnete am 13. 8. eine Jugendgruppe der Steiermärker und Wiener, ſorgte für Unterkunft und wirkte aufs eifrigſte dafür, das der von unſern Gäſten veranſtaltete Volkskunſtabend ſo überaus gut beſucht war. Am 2. 2. ſprach Herr Meyhöfer, ein früherer Kolonialdeutſcher, vor der Schülerſchaft über Oſtafrika, Land und Leute.

Der aufgabenfreie Nachmittag wurde durchgeführt. Schulwanderungen fanden in den Monaten ſtatt, die außerhalb der Ferien lagen.

Für die Schule iſt kein Schularzt beſtellt.

Die Schüler der 5 oberen Klaſſen beſuchten am 23. 5., 7. 11. und am 10. 2. im Kaſſeler Staatstheater die Aufführungen von KleiſtsPrinz von Homburg, HumperdincksHänſel und Gretel, BeiersPuppenfee und SchillersJungfrau von Orleans.

Im Schulkino wurden den Schülern gezeigt: am 25. 4. der FilmDie Zucht der Seidenraupe, am 13. 3. der FilmDie Bodelſchwinghſchen Anſtalten in Bethel und am 20. 3. die FilmeMit der Kamera durch Feld, Wald und Wieſe,Wandel und Werden im Inſektenreich,Wunderwelt des Mikros⸗ kops,Fiſch und Muſchel.

i. Das Schulgeld betrug 150, jährlich. Außer den beſtimmungsmäßig zu verteilenden 26 ³ Freiſtellen bewilligte der Kreisausſchuß des Kreiſes Hofgeismar aus eigenen Mitteln noch 3 weitere Freiſtellen.

Aus der Hilfsbücherei, die jetzt rund 1150 Bände umfaßt, konnten eine große Zahl bedürftiger Schüler ihre Schulbücher entleihen.

k. Der Berufsberatungsausſchuß ſetzte ſich zuſammen aus den Herrn Studienrat Dr. Andrae, Studienrat Schmid und Oberſchullehrer Fauſt. Auf ſorgfältige Beobachtungen der Neigungen der Zög⸗ linge und entſvrechende Hinweiſe auf den zukünftigen Beruf beſchränkte ſich die Tätigkeit des Ausſchuſſes. Von den Eltern wurde die Berufsberatung der Schule nur wenig in Anſpruch genommen.