Jahrgang 
1913
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II. Auswahl aus den Verfügungen der vorgesetzten Behörden.

1. Mai. Uebersendung eines Abdrucks der Rede, die der Herr Minister am 26. März im Abgeordnetenhause über Jugendpflege gehalten hat.

17. Mai. Die Kandidaten sind zu Beginn ihrer praktischen Ausbildung zu vereidigen.

12. Juni. Das Liederbuch von Palme, Sang und Klang, ist in der neuen Auflage von Ohler- king wegen der beträchtlichen Veränderungen nicht in Gebrauch zu nehmen.

6. Juli. Das Boxen gehört nicht zu den lehrplanmässigen Ubungen des Turnunterrichts und ist in den Räumen und auf den Plätzen der Schule nicht zu dulden.

30. Juli. Ueberweisung des WerkesDer Joggeli von Speck als Geschenk für die Schüler- bibliothek.

9. Dezember. Uebersendung von 2 Exemplaren der Verhandlungen der Direktorenversamm- lung Hessen-Nassaus vom November v. Is.

19. Dezember. Dem Oberlehrer Dr. Richard Andrae ist der Charakter als Professor ver- liehen.

16. Januar. Seine Majestät der Kaiser und König hat dem Professor Dr. Andrae den Rang der Räte IV. Klasse zu verleihen geruht.

17. Januar. UÜbersendung eines Exemplars vonBohrdt, deutsche Schiffahrt in Wort und Bild als Geschenk für einen guten Schüler.(Dasselbe erhielt der Schüler der Untersekunda Oskar Schneider).

I. Chronik der Anstalt.

Das neue Schuljahr begann am 15. April mit der Kufnahmeprüfung. Es wurden 36 Schüler neu aufgenommen und zwar 1 in UIl, 2 in OIII, 6 in UIII, 1 in IV, 2 in V. und 24 in VI.

Beim Beginn des Schuljahrs nahm der Professor Franz, der während des Winters wegen Krankheit beurlaubt war, seine Tätigkeit an der Anstalt wieder auf. Sein Vertreter der Probe- kandidat Fahrenholz, wurde dem Gymnasium zu Höchst überwiesen. Zugleich trat der Kandidat Rasch, bisher Seminarkandidat am Gymnasium zu Hersfeld, zur Ableistung des Probejahres hier ein.

Bald nach Beginn des Schuljahres erkrankte der Unterzeichnete und wurde zur Wieder- herstellung seiner Gesundheit bis Pfingsten beurlaubt. Seine Vertretung übernahmen der Professor Dr. Hossfeld und der Probekandidat Rasch. 1 n

Am 25. Juni wurde die herkömmliche Turnfahrt unternommen und zwar von den oberen Klassen in Begleitung der Herren Oberlehrer Böhning und Zeichenlehrer Faust, nach dem Hermannsdenkmal und Detmold. Die unteren Klassen marschierten in Begleitung der Herren